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Kolumbianische Armee in Bestechungsskandal verwickelt

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Baku, den 17. Februar (AZERTAG). Die kolumbianische Armee wird von einem möglichen Bestechungsskandal erschüttert. Einem Medienbericht zufolge sollen ranghohe Militärs in Kolumbien bei Beschaffungsverträgen für Armeeausrüstung hohe Bestechungsgelder kassiert haben.

Die Vorwürfe sind ernst, der Präsident persönlich verspricht Aufklärung: Ranghohe Militärs in Kolumbien sollen einem Medienbericht zufolge bei Beschaffungsverträgen für Armeeausrüstung hohe Bestechungsgelder kassiert haben. Dabei sei in bestimmen Fällen um Schmiergelder von bis zu 50 Prozent der Vertragssumme gegangen, berichtet die kolumbianische Zeitschrift „Semana“ unter Berufung auf kompromittierende Tonbandmitschnitte, die von einer Kongresskommission untersucht würden.

Das Magazin berichtet von Hunderten Stunden Audioaufnahmen, die die Existenz eines „erstaunlichen Korruptionsnetzwerks“ belegen sollen.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos reagierte empört und versprach umgehend eine rückhaltlose Aufklärung der Vorwürfe. Der Vorgang füge den Streitkräften und dem Land Schaden zu. „Das ist inakzeptabel“, sagte Santos. Die von der Zeitschrift genannten Vorwürfe seien sehr ernst. Er habe die Staatsanwaltschaft gebeten, der Untersuchung Priorität einzuräumen.

Nach „Semana“-Angaben datieren die Tonbandaufnahmen aus den Jahren 2012 bis 2013. Es gebe Hinweise, dass es bei den infrage stehenden Verträgen unter anderem um die Beschaffung von Ersatzteilen für Helikopter sowie Kraftstoff für Fahrzeuge gehe. Unregelmäßigkeiten soll es zudem bei Ausschreibungen gegeben haben. Verwickelt sind den Angaben zufolge auch Ex-Militärs, die im Gefängnis sitzen.

Die verhältnismäßig große kolumbianische Armee wurde mehr als zehn Jahre langvon den USA für ihren Kampf gegen die linken Farc-Rebellen und die zahlenmäßig kleineren ELN Guerillas unterstützt. Der Konflikt, dem mehr als 200.000 Menschen zum Opfer fielen, schwelt seit einem halben Jahrhundert

 

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