WIRTSCHAFT


Londons Finanzdistrikt geht auf Konfrontation mit Bürgermeister

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Baku, 6. April, AZERTAC 

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU wäre für das Finanzzentrum London fatal - doch Bürgermeister Boris Johnson wirbt kräftig für den Brexit. Dafür gab es nun Kritik.

Londons Finanzdistrikt geht auf Konfrontation mit Bürgermeister Boris Johnson. An dessen Führungsrolle bei der Brexit-Kampagne äußerte die für das Finanzviertel zuständige City of London-Gesellschaft nun offen Kritik: Johnson sende damit "unwillkommene und schädliche" Signale an Investoren, sagte Jeffrey Evans, Chef der Gesellschaft.

Evans bezeichnete die Position Johnsons als "enttäuschend". Ein Austritt aus der EU wäre für den Finanzplatz London ein Schritt rückwärts. Die City of London wünsche sich eine "informative Debatte". Großbritanniens Hauptstadt dominiert den weltweiten Devisenmarkt und gilt als mit Abstand wichtigstes Finanzzentrum in der EU. Sollten sich die Briten beim Referendum am 23. Juni für einen Austritt entscheiden, muss London massive Handelseinbußen fürchten.

Boris Johnson hatte sich im Februar überraschend auf die Seite der EU-Gegner geschlagen. Viele Beobachter gehen davon aus, dass sich Johnson dadurch höhere Chancen ausmale, seinen Tory-Parteifreund David Cameron als Premierminister zu beerben.

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