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Madonna adoptiert zwei Töchter aus Malawi

Baku, 8. Februar, AZERTAC 

Madonna will offenbar zwei Töchter aus Malawi adoptieren. Die Behörden haben ihr dafür nun offiziell die Erlaubnis gegeben. Die Sängerin wäre dann sechsfache Mutter.

Ein Gericht im südafrikanischen Malawi hat US-Popstar Madonna die Adoption eines Zwillingspärchens erlaubt. Madonna habe die Genehmigung erhalten, die beiden vier Jahre alten Mädchen namens Esther und Stella zu adoptieren, sagte Gerichtssprecher Mlenga Mvula in Lilongwe.

Die 58-Jährige hatte eine weitere Adoption zuletzt noch offen gelassen. "Die Gerüchte über ein Adoptionsverfahren sind unwahr", erklärte sie Ende Januar. Ein Sprecher Madonnas sagte, eine Adoption sei "nicht bestätigt".

Die malawische Justiz hatte zuvor mitgeteilt, dass die Sängerin persönlich den Adoptionsantrag für zwei Kinder gestellt habe. Örtliche Medien berichteten damals, Madonna sei unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit zwei kleinen Kindern vor Gericht erschienen.

Madonnas Sprecher wollte sich nicht zur Entscheidung äußern - 1"Ich kann bestätigen, dass Madonna das Adoptionsrecht für zwei Kinder erhalten hat", sagte Gerichtssprecher Mvula nun. Ein Sprecher Madonnas wollte zu der Entscheidung nicht Stellung nehmen. Damit ist unklar, ob und wann die Sängerin die beiden Mädchen zu sich nimmt. Nach malawischem Recht erfolgt die Adoption im ersten Jahr auf Probe.

Esther und Stella stammen laut Gericht aus einem Waisenhaus in Mchinji. Dort hatte auch David gelebt, den Madonna 2006 adoptiert hatte. Zudem hat sie ihre Tochter Lourdes, die aus ihrer Beziehung mit Fitnesstrainer Carlos Leon stammt, sowie Sohn Rocco aus ihrer Ehe mit dem britischen Regisseur Guy Ritchie. 2009 adoptierte sie noch das malawische Mädchen Mercy.

Madonna engagiert sich seit Langem in dem Land. Mit ihrer Stiftung "Raising Malawi" investierte sie eigenen Angaben zufolge Millionen Dollar in die Betreuung von Waisenkindern und ins Bildungswesen. Die Popsängerin erntete in der Vergangenheit aber auch Kritik für ihr Vorgehen bei den Adoptionen: 2013 ging die Regierung von Malawis damaliger Präsidentin Joyce Banda zu Madonna auf Distanz, weil die Pop-Diva sich allzu sehr als Wohltäterin inszeniert habe.

Der neue Staatschef Peter Mutharika bemühte sich nach seinem Amtsantritt 2014 darum, das Verhältnis seines Landes zu Madonna wieder zu verbessern. Ihren Plan, mit 15 Millionen Dollar eine Mädchen-Akademie aufzubauen, gab die Sängerin vergangenes Jahr wegen Misswirtschaftsvorwürfen allerdings auf.

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