GESELLSCHAFT


Marsmond Phobos schwebt einem dramatischen Ende entgegen

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Baku, 24. November, AZERTAC

In Jahrmillionen wird er zerbrechen - und dem Mars einen Ring bescheren.

Zwei Monde, Phobos und Deimos, umkreisen den Mars. Beide sind recht klein, sie haben Durchmesser von weniger als 30 Kilometern. Phobos, der größere von beiden, zieht seine Bahn nur knapp 10.000 Kilometer über dem Mars - und nähert sich ihm auf einer Spiralbahn langsam immer weiter an. Zum Vergleich. Der Erdmond hat einen Durchmesser von knapp 3500 Kilometern und umkreist unseren Planeten in knapp 400.000 Kilometern Entfernung.

Einer neuen Studie zufolge wird der Marsmond Phobos dem Roten Planeten in 20 bis 40 Millionen Jahren so nahe kommen, dass der Trabant zerrissen wird. Die Trümmer werden sich demnach zu einem Ring sammeln, der etwa eine Million bis hundert Millionen Jahre lang existieren könnte. Das legt eine Analyse nahe, die Benjamin Black und Tushar Mittal von der Universität von Kalifornien (Berkeley) im Fachblatt "Nature Geoscience" präsentieren.

Dann zerbricht er - Durch seine Spiralbahn wird Phobos unweigerlich zerstört werden, berichten die Forscher. Entweder stürzt er irgendwann auf den Mars oder die sogenannten Gezeitenkräfte des Planeten zerreißen ihn in der Umlaufbahn. Welches Schicksal den kleinen Mond erwartet, hängt von seiner Zusammensetzung ab.

Mit Hilfe von Beobachtungsdaten und einem geotechnischen Modell haben Black und Mittal nun die Festigkeit des Trabanten berechnet. Demnach ist er nicht besonders stabil. Bevor er auf dem Mars aufschlagen könne, werde Phobos daher voraussichtlich in 20 bis 40 Millionen Jahren zerrissen, berichten die Forscher. Dann ist er dem Mars so nahe, dass dessen Schwerkraft an der Unterseite des Mondes deutlich stärker zieht als an der etwas weiter entfernten Oberseite. Die unterschiedlichen Kräfte, auch Gezeitenkräfte genannt, hält Phobos voraussichtlich nicht aus - und zerbricht.

Auf diese Weise könnten vor langer Zeit auch andere nach innen wandernde Trabanten von Planeten unseres Sonnensystems zerstört worden sein, schreiben die Forscher.

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