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Massengrab in Irak

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Baku, 6. Juni, AZERTAC

Beim Vormarsch auf die IS-Hochburg Falludscha sind irakische Truppen auf die sterblichen Überreste Hunderter Menschen gestoßen. Behörden zufolge wurden die Opfer vom "Islamischen Staat" hingerichtet.

Irakische Truppen haben nach Militärangaben ein Massengrab mit etwa 400 Leichen gefunden. Die meisten Toten seien Armeeangehörige, die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) festgehalten und umgebracht worden seien. Die irakischen Truppen stoßen derzeit auf die umkämpfte Stadt Falludscha vor.

Der Nachrichtenagentur AFP zufolge teilte ein hochrangiger Polizist der Provinz Anbar mit, dass Angehörige der irakischen Polizei, der Armee und der schiitischen Miliz Hasched al-Schaabi auf das Massengrab gestoßen seien, als sie in der Stadt Saklawija zehn Kilometer nordwestlich von Falludscha Minen räumten.

Eine offizielle Bestätigung aus der irakischen Hauptstadt Bagdad gab es zunächst nicht.

Irakische Truppen hatten am Samstag den Ort Saklawija im Nordwesten Falludschas vom IS zurückerobert. Falludscha liegt rund 70 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad und ist nach der nordirakischen Stadt Mossul die wichtigste IS-Hochburg im Krisenland Irak. Die Extremisten kontrollieren Falludscha seit Januar 2014.

Der Polizist berichtete laut AFP, dass es sich bei den etwa 400 Toten vornehmlich um irakische Soldaten handele, es seien aber auch "ein paar Zivilisten" darunter. Die Sicherheitskräfte hätten das Grab geöffnet und damit begonnen, die Leichen zur Identifikation fortzuschaffen.

Zu den mutmaßlichen Verantwortlichen sagte der Polizist, der IS habe "Ende 2014 und Anfang 2015 viele Mitglieder des Militärs ebenso wie Zivilisten in dieser Gegend hingerichtet".

Radscheh Barakat, Mitglied des Provinzrates von Anbar, bestätigte die Entdeckung eines Massengrabes im Viertel Schuhada. Darin seien auch die Leichen von Zivilisten gefunden worden, die der IS "wegen Spionage oder Missachtung der Regeln der Organisation" exekutiert habe.

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