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Mers-Virus auf den Philippinen

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Baku, 6. Juli, AZERTAC

Auf den Philippinen ist das Mers-Virus bei einem 36-Jährigen nachgewiesen worden. Der Mann hatte sich zuvor in Saudi-Arabien und Dubai aufgehalten. Ob er andere Reisende angesteckt hat, ist noch unklar.

Es ist die zweite bestätigte Mers-Erkrankung auf den Philippinen: Ein 36-Jähriger ist positiv auf das Mers-Virus getestet worden. Der Mann, dessen Nationalität noch nicht bekannt gegeben wurde, war zuvor in Saudi-Arabien und Dubai unterwegs und hatte nach seiner Rückkehr Fieber und Husten entwickelt. Am 2. Juli suchte er auf den Philippinen ärztliche Hilfe, am 4. Juli wurde die Mers-Infektion bestätigt. Seither befindet sich der Mann im Tropeninstitut des Landes unter Quarantäne.

Die philippinische Gesundheitsministerin Janette Garin sagte, alle Personen, die mit dem Kranken in engen Kontakt gekommen waren, seien aufgesucht worden. Sieben befinden sich Garin zufolge unter Quarantäne, eine von ihnen, eine Philippinerin, habe milde Krankheitssymptome gezeigt. Ob sie sich mit Mers infiziert hat, sei noch unklar, die Testergebnisse liegen noch nicht vor.

Im Januar dieses Jahres war eine philippinische Krankenschwester positiv getestet worden, nachdem sie von einer Reise nach Saudi-Arabien zurückgekehrt war. Innerhalb eines Monats war sie wieder gesund und frei von dem Virus.

Der Mers-Erreger tauchte weltweit erstmals im Jahr 2012 auf, Saudi-Arabien ist das am stärksten betroffene Land. Das Virus, das zu den Corona-Viren zählt, wird nach bisherigem Kenntnisstand von Kamelen auf Menschen übertragen. Außerhalb der arabischen Halbinsel erlebt Südkorea derzeit den größten Ausbruch der Infektionskrankheit. Erster bestätigter Mers-Kranker in dem Land war im Mai ein 68-Jähriger, der von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war. Die Zahl der bestätigten Mers-Patienten in Südkorea liegt laut WHO mittlerweile bei 185 Menschen, 33 starben an der Infektionskrankheit.

Zu den typischen Symptomen von Mers („Middle East Respiratory Syndrome“) zählen Fieber, Husten, Atemnot und mitunter eine Lungenentzündung und Durchfall. In diesem Monat starb erstmals ein Deutscher im eigenen Landan den Folgen von Mers. Es handelte sich um einen 65-Jährigen, der sich auf einer Reise in den Vereinigten Arabischen Emiraten angesteckt hatte.

Das WHO-Notfallkomitee hatte die Länder im Juni zu Wachsamkeit aufgerufen: „In einer hochmobilen Welt sollten alle Länder immer auf die unerwartete Möglichkeit von Ausbrüchen dieser Art und anderer Infektionskrankheiten vorbereitet sein.“ Vor allem müsse die Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitswesen und anderen wichtigen Bereichen inklusive der Luftfahrt gestärkt werden.

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