GESELLSCHAFT


Mexiko hat einen von Sanofi entwickelten Impfstoff zugelassen

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Baku, 12. Dezember, AZERTAC 

Es ist die erste Impfung gegen das gefährliche Denguefieber überhaupt. Mexiko hat einen von Sanofi entwickelten Impfstoff zugelassen. Die Tropenkrankheit trifft jedes Jahr rund hundert Millionen Menschen.

In Mexiko kommt der erste Impfstoff gegen das Denguefieber auf den Markt. Hersteller von "Dengvaxia" ist der französische Pharmakonzern Sanofi, der eigenen Angaben zufolge rund 20 Jahre an der Entwicklung des Impfstoffs gearbeitet und mehr als 1,5 Milliarden Euro investiert hat. Nun hofft das Unternehmen auf einen Milliardenumsatz.

In Mexiko können in Kürze Menschen im Alter von 9 bis 45 Jahren geimpft werden, die in Regionen leben, in denen das Denguefieber verbreitet ist.

Das Unternehmen rechne bereits in den kommenden Wochen mit weiteren Zulassungen in asiatischen und lateinamerikanischen Ländern, sagte der Leiter von Sanofis Impfstoffabteilung, Olivier Charmeil.

Im kommenden Jahr plant Sanofi, Zulassungen in Europa zu beantragen. Ob die Impfung auch für Tropenreisende empfohlen wird, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Die Zulassung in Mexiko stützt sich nach Angaben von Sanofi auf Studien mit mehr als 40.000 Menschen aus 15 verschiedenen Ländern.

Fast 400 Millionen Infektionen pro Jahr - Denguefieber kommt vor allem in Mittel- und Südamerika, in Süd- und Südostasien sowie in Afrika vor. Die Symptome der Krankheit ähneln denen einer schweren Grippe. In schweren Fällen kann es zu inneren Blutungen kommen. Laut einer großen Studie von 2013 kommt es pro Jahr zu knapp 400 Millionen Infektionen, rund 100 Millionen Infizierte entwickeln Symptome, sind also krank. Schätzungsweise 22.000 Fälle pro Jahr enden tödlich.

Stechmücken übertragen die Viren, die die Krankheit auslösen. Forscher versuchen deshalb auch, die Mücken so zu manipulieren, dass sie die Erreger nicht mehr weitergeben. Und ein wesentlicher Bestandteil der Vorbeugung ist bisher, die Tiere mit Insektiziden zu bekämpfen. Sich nachts mit Moskitonetzen zu schützen, ist zwar sinnvoll, aber kein hundertprozentiger Schutz. Die Mücken sind nämlich auch tagsüber aktiv.

Es existieren vier Varianten (Serotypen) von Dengue-Viren, der Impfstoff soll vor ihnen allen schützen. Hat ein Mensch eine Dengue-Infektion überstanden, ist er gegen den jeweiligen Serotyp lebenslang immun - aber nur gegen diesen.

Durch Globalisierung und Klimawandel verbreitet sich das Fieber weltweit. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind mittlerweile mehr als hundert Länder betroffen.

Andere Pharmafirmen arbeiten ebenfalls an Impfungen gegen Denguefieber, darunter Merck und Takeda.

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