WIRTSCHAFT


Microsoft plant Winamp kaufen

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Baku, den 22. November (AZERTAG). AOL kills the Music Blitz: Der beliebte Mediaplayer Winamp steht ab Ende Dezember 2013 beim Hersteller nicht mehr zum Download bereit. Doch jetzt könnte sich Microsoft zum Retter aufschwingen.

AOL stellt Winamp ein. Ein kleiner Hinweis auf der Downloadseite von winamp.com läutet das Ende des Mediaplayers nach über 15 Jahren ein. Die Webseite ist noch bis zum 20. Dezember 2013 online.

Solange steht auch noch der Download beim Hersteller zur Verfügung. Anschließend gibt es die Software zwar weiterhin im Downloadbereich vom „Computer Bild“ erhält allerdings keine Updates mehr von den Entwicklern.

Nur einen Tag nach der Ankündigung von AOL vermeldet das US-Portal Techcrunch, dass Microsoft Winamp kaufen möchte. Mit dem Mediaplayer will Microsoft offensichtlich auch den Streaming-Dienst Shoutcast übernehmen. Shoutcast ist ein Portal mit über 50.000 angeschlossenen Radiostationen und könnte eine Lücke im Microsoft-Service Xbox-Music schließen.

Was mit Winamp nach einem Verkauf passiert, ist unklar. Beide Unternehmen wollten sich nicht zu den Gerüchten äußern. Es soll aber nur noch um den Preis gehen. Fans des Mediaplayers können sich einen Tag nach der Todesmeldung also wieder Hoffnung machen.

Mit AOL nahm das Unheil sein Lauf - AOL übernahm Winamp im Juni 1999 zwei Jahre nach der Gründung zusammen mit dem Streaming-Portal spinner.com für 400 Millionen Dollar. Nach dem Verkauf kam Winamp von der Erfolgsspur ab und schaffte es in den nächsten Jahren nicht, mit iTunes oder dem VLC-Player mitzuhalten.

 

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