WIRTSCHAFT


Microsoft stoppt riesiges Netzwerk für Werbebetrug

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Baku, den 6. Dezember (AZERTAG). Microsoft hat es geschafft, das weltgrößte kriminelle Computernetzwerk lahmzulegen – mit Hilfe der Justiz. Die mutmaßlich aus Russland stammenden Drahtzieher sollen Werbekunden abgezockt haben.

Nach einer Klage von Microsoft ist das weltgrößte kriminelle Computernetzwerk mit etwa zwei Millionen gehackter PCs lahmgelegt worden. Das gab der US-Konzern bekannt.

Während ein Richter in Texas Internet-Provider anwies, 18 kritische Internet-Adressen des sogenannten Botnets zu sperren, beschlagnahmte die Polizei in zahlreichen europäischen Staaten – darunter auch Deutschland – Server.

Von den Informationen auf diesen Computern erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Drahtzieher des Netzwerks mit dem Namen ZeroAccess. Sie sollen sich in Russland aufhalten.

Hoher finanzieller Schaden - ZeroAccess nutzte die gekaperten Maschinen für Werbebetrug. Den Kunden von Microsoft, Google und Yahoo soll so ein Schaden von 2,7 Millionen Dollar monatlich entstanden sein.

Microsoft geht seit drei Jahren verstärkt gegen Cyberkriminalität vor. Jüngst eröffnete der weltgrößte Softwarehersteller in Redmond im Bundesstaat Washington ein entsprechendes Zentrum.

Der Konzern kämpft zudem gegen staatliche Angriffe. Microsoft versprach seinen ausländischen Kunden, sich gegen Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA vor Gericht zu wehren.

Der Softwarekonzern sei zudem der Auffassung, dass die amerikanischen Behörden nicht befugt seien, im Ausland gespeicherte Daten abzugreifen, sagte Microsoft-Justiziar Brad Smith. Das Unternehmen kündigte zudem an, weit öfter als bisher den internen Datenverkehr zu verschlüsseln.

 

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