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Microsoft will wieder ein bisschen Start-up sein

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Baku, den 24. Februar (AZERTAG). Der neue Chef des US-Technologiekonzerns Microsoft, Satya Nadella, fordert von seinen Mitarbeitern eine Denke wie zu Zeiten des Unternehmens als Start-up. „Wir haben große Erfolge gehabt, aber unsere Zukunft hängt nicht von unserer erfolgreichen Vergangenheit ab – sondern davon, ob wir Dinge erfinden, die wirklich wichtig sind für unsere Zukunft“, sagte Nadella der „New York Times“.

Microsoft müsse innovativer werden und dabei schneller: „Alles muss heutzutage viel komprimierter sein, sowohl was Produktzyklen angeht als auch Reaktionszeiten.“ Microsoft müsse in der Lage sein, schon früh die Zeichen zu erkennen, die Erfolg versprächen.

Microsoft hatte Nadella Anfang Februar zum Nachfolger des langjährigen Konzernchefs Steve Ballmer gemacht und damit auf eine interne Lösung gesetzt. Der 46-jährige Nadella, in Indien geboren, arbeitet seit 1992 für Microsoft und war zuletzt für das netzbasierte Cloud Computing und das wichtige Server-Geschäft mit Firmenkunden verantwortlich.

Der neue Chef sagte der „New York Times“, Führung müsse entscheidungsfreudig sein und dürfe die Dinge nicht schleifen lassen.

Bill Gates als Technologieberater - Mit der Ernennung Nadellas hatte Firmengründer Bill Gates den Vorsitz des Verwaltungsrates abgegeben; er ist nun Technologieberater von Microsoft. Nadella sagte, tatsächlich werde sich gar nicht viel ändern. „Wir arbeiten schon neun Jahre eng zusammen.“

Er habe Gates gebeten, dem Unternehmen einen Teil seiner kostbaren Zeit zu widmen. „Die Sache, in der Bill richtig gut ist, ist es, jeden dazu zu bringen, sein Bestes zu geben. Das ist einfach eine Gabe.“

Umbenannt hat der Konzern die Online-Varianten seiner Bürosoftware Office. Seit Donnerstag firmieren die Anwendungen unter dem Namen Office Online.

Viele Nutzer habe zuvor der Namenszusatz App irritiert, teilte der Konzern mit. Außerdem soll die Online-Version nun besser zu finden sein. Office-Nutzer könnten nach einmaliger Anmeldung Office Online über ihren Cloud-Speicher OneDrive nutzen, hieß es.

Die browserbasierten Versionen von Word, Excel und OneNote seien nun an einem Ort gebündelt.

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