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Ministerpräsident Yildirim: Zahl der Märtyrer beim Putschversuch auf 208 gestiegen

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Baku, 18. Juli, AZERTAC

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat gesagt, beim hinterhältigen Putschversuch vom 15. Juli sind 208 Menschen ums Leben gekommen, 1 491 wurden verletzt. Yildirim, der nach der Ministerratskonferenz eine Erklärung abgab sagte, nach dem Aufbegehren seien 60 Polizisten, 3 Soldaten und 145 Zivilbürger ums Leben gekommen. Yildirim wünschte den getöteten Polizisten und Zivilbürgern Gottes Gnade und bedankte sich bei den Bürgern und türkischen Medien für ihre nationale Haltung. Ferner bedankte sich Yildirim bei den Vorsitzenden der Parteien CHP, MHP und HDP für ihre unterstützenden Erklärungen. Auch wenn dieser Putsch innerhalb der türkischen Streitkräfte angestiftet wurde, hätten die Offiziere, Unteroffiziere und andere Angehörige der türkischen Streitkräfte, die ihr Vaterland, ihr Volk und ihre Fahne lieben, nicht das Geringste mit dem Putsch zu tun. Die Putschisten seien uniformierte blutverschmierte Barbaren und Mitglieder der Terrororganisation. Sogar beim Putsch vom 12. September seien Zivilbürger nicht beschossen worden, Parlament und Staatspräsidium seien nicht beschossen worden, vom ersten Augenblick an seien Führer des Aufbegehrens festgenommen worden, bislang würden sich 7 543 Personen in Haft befinden. Von nun an würden alle riskanten Gebiete kontrolliert. Die Putschisten sollten wissen, dass das vergossene Blut aufs Schärfste bestraft werde. Die Dokumente über die Urheber dieses Vorfalls seien in ihrer Hand, auch Angriffe aus dem Ausland auf die gewählte Regierung seien nicht hinnehmbar. Die Alarmbereitschaft auf Bedrohungen aus dem Ausland würde weiterhin bestehen, auch in der Entschlossenheit gegen separatistische Terrororganisationen gäbe es kein Zurückweichen. Einige Kreise würden den Absturz der Wirtschaft propagieren, das Finanzsystem würde jedoch weiterhin funktionieren. Auch das Parlament werde seine Arbeiten fortsetzen, das Leben gehe weiter. Auf eine Frage zur Wiedereinführung der Todesstrafe sagte Yildirim, man werde dies untersuchen, man könne dies nicht von vornerein ausschließen oder akzeptieren.

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