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Misslingen von Raketentest in Nordkorea

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Baku, 31. Mai, AZERTAC

Nach Angaben aus Südkorea ist Nordkorea ein Raketentest misslungen - bereits im April hatte es drei Fehlversuche gegeben. Das Regime von Diktator Kim sucht wieder verstärkt den Kontakt zu China.

Südkoreas Verteidigungsministerium meldet, dass in Nordkorea erneut ein Raketentest gescheitert ist. Angaben zum Typ der demnach nahe der östlichen Hafenstadt Wonsan abgefeuerten Rakete machte es nicht. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap handelte es sich um eine Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan. Im April waren bereits drei Tests mit diesem Raketentyp fehlgeschlagen.

Bei einer Reichweite der Raketen von 2500 Kilometern könnten Südkorea und Japan getroffen werden, bei 4000 Kilometern können die Raketen theoretisch den US-Militärstützpunkt auf der Pazifikinsel Guam erreichen, ein Außengebiet der USA.

Nordkorea hatte im Januar seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekannt gegeben. Seither folgten weitere Raketentests, die ebenfalls gegen Uno-Resolutionen verstießen. Der Uno-Sicherheitsrat beschloss Anfang März die bislang schärfsten Strafmaßnahmen gegen das Land.

Das Regime von Diktator Kim Jong Un sucht unterdessen wieder verstärkt den Kontakt zu China - dort ist einer der hochrangigsten Politiker Nordkoreas zu einem Besuch eingetroffen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, landete Ri Su Yong, ein stellvertretender Vorsitzender von Nordkoreas Arbeiterpartei und ehemaliger Außenminister des Landes, am Dienstag in Peking.

Es ist der erste Besuch eines wichtigen Vertreters aus Pjöngjang, seit Nordkorea im Januar seinen vierten Atomtest durchgeführt hatte und auch Peking damit verärgerte. China gilt zwar traditionell als Verbündeter des Regimes in Pjöngjang. Seit dort der junge Machthaber Kim Jong Un an der Macht ist, haben sich die Beziehungen beider Länder jedoch zunehmend abgekühlt.

Auch US-Außenminister John Kerry wird in der kommenden Woche für strategische Gespräche in Peking erwartet. Bei dem Besuch dürfte es neben Nordkorea vor allem um die angespannte Lage im Südchinesischen Meer gehen. Die USA und China werfen sich gegenseitig eine Militarisierung der Region vor.

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