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Mörder von Rajiv Gandhi sollen freigelassen werden

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Baku, den 19. Februar (AZERTAG). Sie sind wegen der Ermordung des indischen Politikers Rajiv Gandhi im Jahr 1991 verurteilt worden. Sieben Mitglieder der „Befreiungstiger von Tamil Eelam“ sollen nun freigelassen werden. Die Regierung des südindischen Bundesstaats Tamil Nadu hat am Mittwoch beschlossen, sieben Hintermänner des Attentats auf den früheren indischen Premierminister Rajiv Gandhi auf freien Fuß zu setzen. Es sei allerdings noch die Zustimmung der Zentralregierung in Neu Delhi notwendig, sagte der Anwalt Yug Chaudhary, der einige der Verurteilten vertritt. Die drei Männer, deren Todesstrafen gestern vom Obersten Gerichtshof in lebenslängliche Gefängnisstrafen geändert wurden, sind unter ihnen.

Die Landesregierung von Tamil Nadu verfasste nun ein Gesetz, nach dem zu lebenslanger Haft Verurteile nach 14 Jahren freikommen sollen. Jayalalithaa Jayaram, die Regierungschefin des Bundesstaats, kündigte an: „Wenn sich die Hauptstadt nicht binnen drei Tagen äußert, werden wir alle sieben aus dem Gefängnis entlassen“.

Beobachter sehen darin vor allem ein Manöver der Landesregierung, sich die Stimmen der Tamilen für die im Mai anstehenden Wahlen zu sichern. Die Parteien von Jayalalithaa Jayaram und ihrem Rivalen Muthuvel Karunanidhi buhlen um die Sympathie der in Indien lebenden Tamilen, die die Separatisten im benachbarten Sri Lanka unterstützen.

Rajiv Gandhi war 1991 während seines Wahlkampfs im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu bei einem Anschlag getötet worden, für den die sri-lankische Rebellenorganisation „Befreiungstiger von Tamil Eelam“(LTTE) verantwortlich war. Insgesamt wurden 26 Täter zum Tode verurteilt, sieben sitzen noch ein. In den vergangenen Jahren waren einige von ihnen bereits aus der Haft entlassen oder ihre Todes- in Haftstrafen umgewandelt worden.

Sonia Gandhi, die Witwe von Rajiv Gandhi, ist Vorsitzende der regierenden Kongresspartei. Ihr Sohn ist Rahul Gandhi, der bis vor kurzem als aussichtsreicher Kandidat der indischen Kongresspartei für die im Mai anstehenden Wahlen gesehen wurde. Ob er für das Amt des Premiers kandidieren wird, ist allerdings unklar.

 

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