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Motorola startet Projekt für Baukasten-Smartphones

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Baku, den 29. Oktober (AZERTAG). Display, Prozessor oder Tastatur von Smartphones kombinieren und austauschen – das plant die Google-Tochter Motorola mit dem Projekt Ara. Der Mutterkonzern weitet zudem ein weiteres Vorhaben aus.

Der Handy-Pionier Motorola experimentiert mit Smartphones nach dem Baukasten-Prinzip. Beim Projekt Ara wird ein Telefon aus verschiedenen Modulen zusammengesteckt.

Prozessor, Display, Tastatur, Sensoren oder andere Bauteile können kombiniert und ausgetauscht werden, wie die Google-Tochter in einem Blogeintrag erklärte. Ara sei eine offene und freie Plattform: „Wir wollen damit bei Hardware das schaffen, was Android bei Software erreicht hat.“

Das Google-Betriebssystem Android ist zur dominierenden Kraft im Smartphone-Markt geworden, unter anderem weil es verschiedenen Herstellern offensteht.

Ein ähnliches Konzept wie Motorola hatte bereits im Sommer der niederländische Designer Dave Hakkens vorgelegt. Er will mit seiner Designstudie Phonebloks die Branche dazu bewegen, ein Steck-Smartphone nach dem Baukasten-Prinzip zu entwickeln. Bislang wird Phonebloks von knapp einer Million Internet-Anwendern, aber von keinem maßgeblichen Smartphone-Hersteller unterstützt.

Testprogramm für Google Glass ausgeweitet - Die Motorola-Mutter Google weitet unterdessen das Testprogramm für seine Computer-Brille Glass deutlich aus. Jeder bisherige Testnutzer werde die Möglichkeit bekommen, bis zu drei weitere Leute einzuladen, kündigte der Internet-Konzern an. Nach Angaben von Mitte September hatten rund 10.000 Nutzer Google Glass zur Probe erhalten.

Zudem wird Google in diesem Jahr eine nachgebesserte Version der Daten-Brille verteilen. Sie werde auch für Brillenträger geeignet sein und zusätzlich einen Ohrhörer enthalten, hieß es. In der ersten Variante wurde der Ton nur über den Schädelknochen übertragen.

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