WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Nasa löst das Rätsel um den Donut-Stein

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Baku, den 17. Februar (AZERTAG). Wochenlang rätselten Nasa-Forscher über einen Steinklumpen auf dem Mars, der plötzlich neben dem Rover „Opportunity“ lag - auf älteren Fotos jedoch fehlte. Nun haben die Experten eine Erklärung für das mysteriöse Phänomen gefunden.

Zunächst wollten die Wissenschaftler ihren Augen nicht trauen: Anfang Januar war ein vier Zentimeter großer Brocken plötzlich auf einem Foto des Mars-Rovers „Opportunity“ aufgetaucht. Auf früheren Fotos derselben Stelle fehlte der Donut-förmige Stein. Woher kam der Brocken?

Nach wochenlangem Rätselraten ist die Herkunft nun geklärt. Der Klumpen sei Teil eines größeren Steins, teilte die US-Raumfahrtagentur Nasa am Freitag (Ortszeit) in Washington mit. „Opportunity“ habe ihn während der Fahrt mit einem seiner Räder abgebrochen. Die Nasa-Wissenschaftler hatten den runden Brocken „Pinnacle Island“ genannt.

„Nachdem wir 'Opportunity' nach der Untersuchung von 'Pinnacle Island' etwas wegbewegt hatten, konnten wir direkt darüber am Hügel einen umgeworfenen Stein sehen, der dasselbe ungewöhnliche Aussehen hat“, sagte Nasa-Wissenschaftler Ray Arvidson. „Da sind wir drübergefahren. Wir können die Spuren sehen. Da kommt 'Pinnacle Island' her.“

Anfangs wussten die Nasa-Forscher nicht so recht, woher der Stein stammen könnte. Erste Analysen offenbarten merkwürdige Bestandteile. „Es ist nicht vergleichbar mit allem, was wir vorher gesehen haben“, erklärt der Nasa-Wissenschaftler Steve Squyres. Die „Füllung des Donuts“ sei sehr schwefel- und magnesiumhaltig. Der Stein enthalte zudem doppelt so viel Mangan, wie die Forscher üblicherweise in den Marsproben gemessen haben.

Nach Lösung des Rätsels soll der Rover nun Richtung Süden fahren und einen Hügel erklimmen. Dort soll er weiter das Gestein untersuchen. „Opportunity“ war vor zehn Jahren am 25. Januar 2004 auf unserem Nachbarplaneten gelandet. Sein Zwilling „Spirit“ hatte schon ab dem 4. Januar begonnen, den Mars zu erkunden. Ursprünglich sollten die Missionen der Roboter nur jeweils 90 Tage dauern, sie wurden aber immer wieder verlängert. Zu Hilfe kamen den Forschern dabei auch immer wieder Stürme auf dem Mars, welche die verstaubten Solarzellen freiputzten und so die Energieversorgung sicherstellten.

 

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