WISSENSCHAFT & TECHNOLOGIE


Nasa vier baugleiche Satelliten im All ausgesetzt

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Baku, 14 März, AZERTAC

Die Nasa hat vier identische Satelliten im All ausgesetzt. Sie sollen das Erdmagnetfeld der Erde genauer untersuchen. Die Mission wird vier Milliarden Dollar kosten.

Mit einer „Atlas“-Rakete hat die Nasa vier baugleiche Satelliten im All ausgesetzt. Die umgerechnet etwa 3,7 Milliarden Euro teure Magnetospheric Multiscale Mission (MMS) soll helfen, das Zusammenspiel zwischen den Magnetfeldern von Erde und Sonne zu erforschen.

Die vier etwa 1.300 Kilo schweren Satelliten wurden nach und nach in ihrer Umlaufbahn ausgesetzt. Der erste gut eine Stunde nach dem Start der Rakete in der Nacht zu Freitag. Die restlichen folgten im Fünf-Minuten-Takt.

Die Satelliten fliegen in Form einer Pyramide in großer Entfernung um die Erde, sie sind jeweils zwischen 10 und 400 Kilometer voneinander entfernt. Sie sollen unter anderem 3D-Aufnahmen von den Magnetfeldern liefern und zu einem besseren Verständnis beitragen, wie die Felder das Weltraumwetter beeinflussen, und damit auch Teilchenstürme Richtung Erde.

Ladungen in Magnetfeldern untersuchen - Genauer gesagt geht es um die magnetische Rekonnexion, die Neuverbindung von Magnetfeldlinien, wobei riesige Mengen an Energie frei werden können. Der Vorgang spielt unter anderem bei der Entstehung von Polarlichtern eine Rolle, die entstehen, wenn geladene Teilchen aus Sonnenstürmen auf die Erdatmosphäre treffen. Heftige Sonnenstürme könnten auch Kommunikationssysteme auf der Erde stören.

Auch deshalb ist es längst nicht das erste Mal, dass das Magnetfeld der Erde untersucht wird. Auch die europäische Weltraumorganisation Esa hat mit den „Swarm“-Satelliten entsprechende Technik im All und stellte so beispielsweise fest, dass das Magnetfeld der Erde, und damit unser Schutz vor gefährlichen Teilchenstürmen aus dem All, immer schwächer wird.

Das Besondere an der nun gestarteten Nasa-Mission ist der Maßstab, in dem die Magnetfelder untersucht werden. Die Forscher wollen die Felder bis hin zu den Elektronen analysieren, berichtet Jim Burch vom Southwest Research Institute in San Antonio. Insgesamt tragen die Satelliten dafür hundert Sensoren. Erste Untersuchungen sollen im Sommer stattfinden.

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