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Nasenspray, Koffein sind die Süchtigmacher in unserem Alltag

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Baku, 12. Januar, AZERTAG

Nicht nur Nikotin oder Alkohol, auch vermeintlich harmlose Mittel wie Nasenspray, Lippenpflege oder Koffein haben Suchtpotenzial. Meistens ist das keine Gesundheitsgefahr, aber gut ist es auch nicht. Wie man den Koffein- oder Nasenspray-Entzug bewältigt.

Gegen Heuschnupfen oder eine Erkältung greifen viele Menschen zu rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke. Besonders beliebt ist Nasenspray. „Achtung Suchtgefahr“, warnen besorgte Bekannte schnell. Stimmt das eigentlich? Tatsächlich könne Nasenspray süchtig machen, sagt Erika Baum, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. „Ab zwei Wochen treten schon deutliche Gewöhnungseffekte ein, und manche Menschen kommen nur sehr schwer oder gar nicht davon weg.“

Das Problem: Gefäßzusammenziehende Substanzen - wie Phenylephrin - führen zur Gewöhnung. Wenn der Patient das Nasenspray dann plötzlich nicht mehr nimmt, schwelle die Nase zu, obwohl die Entzündung bereits abgeklungen ist. „Dauergebrauch führt dann auch zu Trockenheitsgefühl und Schleimhautschädigungen“, warnt Baum.

Was kann man gegen die Nasenspray-Sucht tun? „Kalter Entzug ist möglich, aber weniger beschwerlich ist ausschleichen“, sagt Baum. Dabei solle man zu speziellen Kinder- oder Säuglingssprays greifen, die stärker verdünnt sind, und dann die Abstände nach und nach vergrößern.

Neben dem Nasenspray gibt es aber auch deutlich harmlosere Süchtigmacher im Alltag. Am weitesten verbreitet sind vermutlich koffeinhaltige Heiß- oder Kaltgetränke. Die braunen Muntermacher sind so beliebt, weil sie aufputschen und einen gut durch den Alltag bringen.

Warum brauchen einige dauernd einen Lippenpflegestift, einen Espresso, ein Kaugummi? Auf den nächsten Seiten erklären wir die größten Süchtigmacher des Alltags. Was sie im Körper bewirken, warum wir so schwer ohne sie auskommen und mit welchen Tipps wir leichter von Labello, Nasenspray und Co. loskommen.

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