KULTUR


Nationales Reiterspiel Aserbaidschans “Tschovgan” in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen worden

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Baku, den 30. November (AZERTAG). In Baku findet die VIII. Sitzung des zwischenstaatlichen Ausschusses für den Schutz vom immateriellen Kulturerbe der UNESCO statt.

Im Rahmen der Sitzung wurde ein Bericht des beratenden Gremiums des Ausschusses für 2013 angehört.

Die Sitzung fand unter dem Vorsitz des Ministers für Kultur und Tourismus Abulfaz Garayev statt.

Zunächt wurden Gutachten und Vorschläge von Mitgliedern und Beobachtern des beratenden Gremiums entgegengenommen. Dann betrachtete man die Nominierungen, die ihren dringenden Schutz brauchen und in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden sind. Der Ordner, der in der Nominierung als erster behandelt worden war, war traditionelles Reiterspiel Aserbaidschans “Tschovgan”.

Hiernach gab man Information über das Spiel “Tschovgan”. Es wurde festgestellt, dass die Nominierung auf Beschluss des beratenden Gremiums jeweiligen Kriterien entspricht.

Dann wurde das Spiel “Tschovgan” durch Abstimmung in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Minister für Kultur und Tourismus Abulfaz Garayev bedankte sich im Namen der Aserbaidschanischen Regierung und des aserbaidschanischen Volkes beim Ausschusses sowie dem Sekretariat der UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes.

Es ist sehr erfreulich, dass “Tschovgan” auf internationaler Ebene anerkannt wird. Die Aufnahme dieses Spiels in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO ist Ergebnis einer großen Teamarbeit, so A.Garayev.

Anzumerken ist, dass in der Sitzung insgesamt 10 Nominierungen betrachtet wurden.

“Tschovgan“ ist eine alte nationale aserbaidschanische Mannschaftssportart. Es ist ein Vorgänger des modernen Polo. Seit alten Zeiten gilt dieses Spiel als ein aristokratisches Spiel und wurde auf einem extra Platz mit speziell dafür ausgebildeten Pferden durchgeführt. An den Wettbewerben beteiligten sich auch Vertreter der Schachfamilie.

Das Spiel wird auf einem glatten Rasenplatz durchgeführt. Dieser hat etwa die Abmessungen von 200 mal 120 m. Auf den gegenüberliegenden Seiten des Platzes stehen Tore - ca. 3 m breit, mit einem Strafraum, der als ein Halbkreis ausgebildet ist und dessen Länge 6 m beträgt. Die Reiter dürfen die Strafraumlinie nicht überreiten. Dieses Spiel kann auch mit einem Torwart gespielt werden. In diesem Fall haben die Tore eine Breite von sieben Metern mit einer Strafraumlänge von vier Metern. Es spielen zwei Mannschaften mit je sechs Reitern, die mit einem langen Holzschläger versuchen, einen kleinen Holzball in das gegnerische Tor zu schlagen.

Das Spiel beginnt an der Mittellinie des Feldes und startet nach jedem erzielten Tor von dort aus erneut. Es werden zwei Halbzeiten zu je 15 Minuten gespielt mit einer Pause von 10 Minuten. Nach der Pause werden die Seiten gewechselt. Bälle, die über die Seitenlinien ins Aus gelangen, werden auf der Seite des Gegners wieder in das Spiel gebracht. Den Spielern ist untersagt: die Stirnlinie zu überschreiten und von dort aus den Ball zu werfen, sie dürfen die Linie des Strafraumes nicht überschreiten, die Pferde in ihrer Gangart nicht behindern. Es ist verboten, Pferde noch Reiter mit den Schlägern zu schlagen.

Werden diese Spielregeln verletzt, (unfaires Verhalten gegenüber den Spielern der gegnerischen Mannschaft, gibt es einen Strafstoß in das unbemannte Tor oder dieser Spieler muss für eine bestimmte Zeit das Spielfeld verlassen, er kann aber auch vom Platz gestellt werden und darf bis zum Ende des Spieles nicht mehr mitspielen. Es gewinnt die Mannschaft, die die meisten Tore erzielt hat.

 

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