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Neue Satellitendaten vergrößern Sorge um den Regenwald

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Baku, den 9. Juli (AZERTAG). Brasilien will seinen Regenwald besser schützen. Jahr für Jahr wird etwas weniger Fläche gerodet. Doch nun bereiten Umweltschützern neue Satellitendaten Sorgen.

Die Abholzung des Regenwaldes im Amazonasgebiet hat anscheinend wieder zugenommen. Allein im Mai seien 465 Quadratkilometer Regenwald zerstört worden, berichtet das Nationalinstitut für Weltraumforschung (INPE). Es beobachtet Brasiliens Wälder per Satellit und teilt regelmäßig mit, wie viel Wald durch Abholzen oder Brände verlorengegangen ist. Im Mai 2012 waren es - zum Vergleich - lediglich 98 Quadratkilometer.

Erst am 5. Juni hatte die brasilianische Regierung anlässlich des Weltumwelttages wiederholt, welche Erfolge beim Waldschutz zu feiern sind. Zwischen August 2011 und Juli 2012 waren demnach lediglich rund 4570 Quadratkilometer Wald verschwunden. Weniger als im Vorjahr und viel, viel weniger als etwa noch im Jahr 2004, als eine Fläche von 27.400 Quadratkilometer Regenwald vernichtet wurde.

Die INPE-Daten stammen unter anderem von den Nasa-Satelliten „Aqua“ und „Terra“, aber auch von Erdbeobachtern, die China und Brasilien zusammen betreiben (CBERS).

Die monatlichen Daten unterliegen beim Vergleich zweier Jahre an vielen Stellen Schwankungen. Zum Teil lässt sich das durch etwas erklären, was gar nichts mit Abholzung zu tun hat: Wenn viele Wolken den Satelliten die Sicht verbergen, können diese neue entwaldete Flächen nicht registrieren - die Zahlen fallen dann niedriger aus. Im Mai waren jedoch 42 Prozent des Regenwaldes von Wolken bedeckt - und die gemeldete Fläche ist trotzdem derart groß.

Im direkten Vergleich aktueller und Vorjahresdaten zeigen sich deutliche Schwankungen in beide Richtungen.

Im April 2012 registrierten die Satelliten das Verschwinden von 233 Quadratkilometer Regenwald, im April 2013 waren es 147 Quadratkilometer.

Auch im Februar 2013 war die Rate geringer als im Vorjahresmonat (170 gegenüber 307 Quadratkilometer).

Der März-Vergleich zeigt eine Schwankung, aber auf deutlich niedrigerem Niveau (28 Quadratkilometer im März 2013, 60 im März 2012).

Insgesamt sieht es allerdings so aus, als wenn seit August 2012 wieder mehr Regenwald vernichtet wurde als in der gleichen Zeitspanne ein Jahr zuvor.

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