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Nordkorea: Deutsche Bundesregierung verurteilt Raketentest

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Baku, 20. Juli, AZERTAC

Trotz aller Warnungen hat Nordkorea am Dienstag Raketen Richtung Ostmeer/Japanisches Meer abgefeuert. Laut Pjöngjang wurde damit ein Angriff auf Häfen in Südkorea getestet.

Nordkorea hat nach eigener Darstellung mit seinen jüngsten Raketentests Präventivschläge gegen südkoreanische Häfen und vom US-Militär benutzte Fluglandeplätze simuliert. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch. Staatsoberhaupt Kim Jong Un habe die Militärübung persönlich beaufsichtigt.

Auch wenn bei KCNA kein exaktes Datum der Raketentests genannt wird, geht es dabei höchstwahrscheinlich um drei ballistische Raketen, die am Dienstagmorgen in Richtung Ostmeer/Japanisches Meer abgefeuert wurden.

Eine Woche zuvor hatten Washington und Seoul ihre Entscheidung bekanntgegeben, das Raketenabwehrsystem THAAD in der südkoreanischen Stadt Seongju, knapp 300 Kilometer südlich von Seoul, zu stationieren. Nordkorea drohte daraufhin mit Vergeltung.

Die deutsche Bundesregierung verurteilte den Raketentest scharf. Damit habe das Land "zum wiederholten Male geltende Uno-Beschlüsse vorsätzlich missachtet", sagte ein Sprecher des deutschen Auswärtigen Amtes. Die Bundesregierung forderte Pjöngjang "mit allem Nachdruck" auf, den Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats Folge zu leisten.

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