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Nordkorea gönnt sich größte Parade der Geschichte

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Baku, den 27. Juli (AZERTAG). Mit einer gigantischen Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang begeht Nordkorea den 60. Jahrestag des Endes des Koreakrieges. Stolz präsentiert das Land auch mehrere Langstreckenraketen.

Mit der größten Militärparade in seiner Geschichte hat Nordkorea des 60. Jahrestages des Endes des Koreakriegs gedacht. Die Heerschau mit Tausenden von marschierenden Soldaten in der Hauptstadt Pjöngjang wurde live vom Staatsfernsehen des weithin abgeschotteten Landes übertragen, wie südkoreanische Medien berichteten.

Die Parade auf dem Kim-Il-Sung-Platz wurde danach vom jungen Machthaber Kim Jong-un abgenommen. In diesem Rahmen wurden auch mehrere Langstreckenraketen vorgeführt. Während Kampfhelikopter und Flugzeuge über den Platz hinwegdonnerten, riefen Tausende Soldaten „Lasst uns kämpfen, kämpfen, kämpfen für unsere Republik“.

Es wurde erwartet, dass Kim die Parade nutzen würde, um eine Rede zu halten, doch äußerte er sich zunächst nicht. Dafür würdigte Nordkoreas Armeekommandeur Choe Ryong-hae in einer Ansprache „unseren großen General Kim Jong-un“ und die „stolze und siegreiche Geschichte“ des Landes.

„Tag des Sieges“ - Große Militärparaden zur Demonstration von Stärke sind in Nordkorea nicht ungewöhnlich. In Nordkorea gilt der Jahrestag der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von 1953 als „Tag des Sieges“, obwohl völkerrechtlich nach wie vor Kriegszustand zwischen Süd- und Nordkorea herrscht.

Ein Friedensvertrag wurde seit dem Ende des dreijährigen Bruderkriegs bis zum heutigen Tag nicht geschlossen.

In Südkorea wurde der Tag mit mehreren Kulturveranstaltungen und einer Rede der Präsidentin Park Geun-hye begangen. Man werde keine Provokationen von Nordkorea tolerieren, trotzdem wolle man wieder Vertrauen zum Nachbarland aufbauen, sagte sie.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm zugespitzt. Auf den dritten nordkoreanischen Nukleartest im Februar hatte der UN-Sicherheitsrat mit der Ausweitung der Sanktionen gegen Pjöngjang reagiert. Nordkorea hatte die USA und Südkorea daraufhin mehrfach mit Kriegsdrohungen überzogen. Zuletzt hatte das Land wieder Entspannungssignale ausgesendet.

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