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Nordkorea testet erstmals Wasserstoffbombe

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Baku, 5. Januar, 2016

Nordkorea hat nach eigenen Angaben zum ersten Mal eine Wasserstoffbombe gezündet, erklärte die Regierung am Staatsfernsehen.

"Wir sind jetzt eine Atommacht, die ebenfalls eine Wasserstoffbombe hat", hieß es demnach in der dort gesendeten Erklärung.

Vor der überraschenden Mitteilung hatten südkoreanische Behördenvertreter ein "künstliches Erdbeben" in der Nähe der nordkoreanischen Hauptanlage für Atomtests registriert. Die US-Erdbebenwarte hatte seismische Aktivität einer Stärke von 5,1 in Nordkorea gemeldet. Der Erdstoß habe sich 49 Kilometer nördlich des Bezirks Kilju im Nordosten Nordkoreas ereignet.

Atombomben werden mit Plutonium oder Uran hergestellt. Bei einer Wasserstoffbombe verschmelzen unter anderem Deuterium und Tritium, schwere Isotope des Wasserstoffs, zu Helium. Ihre Sprengkraft ist um ein Vielfaches höher als die einer Atombombe.

Im benachbarten Südkorea rief Präsidentin Park Geun Hye ein Treffen des Nationalen Sicherheitsrats ein. Nordkoreas Atomtest sei eine Provokation und eine klare Verletzung von UN-Resolutionen, wurde Vizeaußenminister Lim Sung Nam von Yonhap zitiert.

In Japan sagte Ministerpräsident Shinzo Abe: "Das ist eine ernste Bedrohung für die Sicherheit unseres Landes". Der Atomtest sei absolut nicht hinnehmbar.

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