GESELLSCHAFT


Norovirus in diesem Winter besonders heftig

Baku, 20. Dezember, AZERTAC

In den Wintermonaten stecken sich besonders viele Menschen mit dem Norovirus an. Und die diesjährige Norovirus-Saison hat bereits deutlich früher und heftiger begonnen als in den Jahren zuvor. Besonders in Kitas grassiert das aggressive Magen-Darm-Virus. Wir man sich am besten schützt.

Die leidige Saison der Noroviren hat deutlich früher und heftiger begonnen als in den Vorjahren, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Bereits im November wurden in Deutschland mehr als 14.500 Fälle des hochansteckenden Brechdurchfalls registriert. Das sind fast doppelt so viele wie im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Die Experten vom RKI vermuten, dass der Anstieg der Erkrankungen auf einen neuen Virustyp zurückzuführen sein könnte.

Generell kommt es besonders oft zu Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen. Und auch Kinder unter fünf Jahren und Ältere über 70 Jahre sind häufig betroffen und tragen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung.

Der beste Schutz ist häufiges Händewaschen. Das Magen-Darm-Virus wird zum einen beim direkten Kontakt mit einem Erkrankten übertragen. Oder dadurch, dass derjenige Oberflächen angefasst hat, die danach auch andere anfassen: eine Computertastatur, Türklinke oder ein Wasserglas zum Beispiel. Deswegen hilft es, die Hände mehrmals täglich gründlich zu reinigen, so die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Zu den häufigsten Symptomen gehören Durchfall und Erbrechen.

Wer sich infiziert hat, bleibt am besten zu Hause und vermeidet den Kontakt zu anderen - von einer pflegenden Person abgesehen. Erkrankte sollten unbedingt eigene Handtücher benutzen. Außerdem ist es sinnvoll, die Toilette, das Waschbecken, Türgriffe und auch Böden nach dem Benutzen mit Einwegtüchern zu reinigen.

Handtücher und Kleidung des Kranken sollten bei hohen Temperaturen gewaschen werden, um die Viren abzutöten. Wer eine erkrankte Person betreut, trägt am besten Einweghandschuhe und entsorgt diese mehrmals am Tag.

Da der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert, ist es für den Erkrankten wichtig, viel zu trinken. Die DGVS rät zu verdünnten Säften, Brühe oder gezuckertem Tee. Auch wenn die Symptome nachgelassen haben, wird das Magen-Darm-Virus noch bis zu zwei Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden, warnen die Ärzte.

Daher sollten Betroffene nicht gleich wieder arbeiten gehen, sondern mindestens zwei Tage nach Abklingen der Symptome noch zu Hause bleiben. Auch auf die Toilettenhygiene achtet man am besten weiterhin.

Wenn sich der Allgemeinzustand eines Patienten im Verlauf der Erkrankung verschlechtert, muss ein Arzt hinzugezogen werden. Bevor man einen Patienten ins Krankenhaus bringt, sei es hilfreich, dort anrufen, rät die DGVS. Denn mit dem Norovirus infizierte Menschen werden so weit wie möglich isoliert, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

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