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Ölpreis-Anstieg: Gewinnsprünge von Exxon und Chevron

Baku, 29. April, AZERTAC

Die Erholung der Ölpreise hat Exxon und Chevron zum Jahresbeginn kräftige Gewinnsprünge beschert. Der größte börsennotierte Konzern Exxon hat seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Der Wettbewerber Chevron schrieb nach einem Verlust im Vorjahr wieder schwarze Zahlen in Milliardenhöhe.

Bereits am Donnerstag hatte Total einen um mehr als die Hälfte gestiegenen Gewinn präsentiert und zum ersten Mal seit 2014 wieder ein Großprojekt angekündigt.

Die jahrelange Talfahrt der Ölpreise hat der Branche zugesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent war Anfang 2016 von einst mehr als 100 Dollar auf rund 27 Dollar abgerutscht, lag dann zuletzt wieder bei etwa 52 Dollar. Der Preisanstieg geht auch auf die Einigung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf eine Förderbremse im November zurück.

Chemiegeschäft schmälert Exxon-Gewinn - Allerdings bleiben bei den Konzernen Schwachstellen. Bei Exxon verbuchte die Öl- und Erdgassparte einen Verlust. Kosten für die Reparatur von Anlagen im Chemiegeschäft schmälerten den Gewinn der Amerikaner ausgerechnet in dem Geschäftsfeld, das sie während der zweijährigen Preisflaute beim Öl im Plus gehalten hatte.

Exxon verzeichnete insgesamt einen Gewinn von vier Milliarden Dollar im ersten Quartal nach 1,8 Milliarden im Vorjahr. Während der Gewinn die Prognosen der Wall-Street-Analysten deutlich übertraf, blieb der Umsatz trotz eines Anstiegs um rund 30 Prozent auf 63,3 Milliarden Dollar unter den Erwartungen.

Chevron auf Schrumpfkurs - Chevron erwirtschaftete einen Gewinn von 2,7 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 725 Millionen, auch dank Verkäufen in Indonesien. Die Erlöse stiegen verglichen mit dem Vorjahreswert um mehr als 40 Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar. Auch Chevron übertraf beim Ergebnis die Erwartungen von Experten.

Der hohe Gewinn von Chevron ist zu großen Teilen auf Ausgabenkürzungen und einen Verkauf von Firmenanteilen zurückzuführen, der einen Sonderertrag von etwa 600 Millionen Dollar einbrachte. Die operativen Kosten schrumpften im Jahresvergleich um rund 14 Prozent, die Investitionen sogar um 30 Prozent.

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