WIRTSCHAFT


Ölpreis sinkt

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Baku, 21. August, AZERTAC

Die Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung in China bringen auch die Ölpreise unter Druck. Opec fördert dennoch unverändert viel - die Preise geben deutlich nach.

Der Nachschub fließt ununterbrochen, die Lager laufen fast über. Und gleichzeitig machen sich die Kunden rar: Für die Verkäufer von Erdöl sind die Zeiten schwierig geworden. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) befindet sich nahezu im freien Fall. Auch am Donnerstag setzte sich die Entwicklung ungebremst fort. Nach Auskunft des Opec-Sekretariats betrug der Korbpreis der Ölsorten des Kartells nur noch 44,13 Dollar pro Barrel (159 Liter), 1,26 Dollar weniger als am Tag zuvor.

Auch die grundsätzlich etwas teurere Nordseesorte Brent wurde billiger. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) zur Lieferung im Oktober 46,15 US-Dollar, 47 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 41 Cent und lag bei 40,91 Dollar.

Grund für den Preisverfall sind wachsende Sorgen um die schwächelnde Konjunktur in China. In der Nacht zum Freitag war bekannt geworden, dass die Stimmung chinesischer Unternehmer auf den tiefsten Stand seit März 2009 gefallen ist. China ist inzwischen der größte Ölkonsument der Welt, und die Nachfrage wird durch die konjunkturelle Eintrübung geschwächt.

Die Ölpreise befinden sich bereits seit Anfang Juli mehr oder weniger stark auf Talfahrt. Ursache ist ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt. Vor allem die hohen Fördermengen der Opec und die Schieferölproduktion in den USA sorgen für die Ölschwemme.

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