WIRTSCHAFT


Ölpreise kennen im Moment nur eine Richtung

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Baku, 8. Juni, AZERTAC

Die Ölpreise kennen im Moment nur eine Richtung: nach oben. Angefacht wird der Trend durch einen schwachen Dollar, Produktionsausfälle und sinkende Rohölvorräte in den USA.

Die Ölpreise sind auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Die führende Nordseesorte Brent kletterte um ein Prozent auf 51,08 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl der Sorte WTI zog ebenfalls um ein Prozent an, der Preis notiert bei 50,19 Dollar.

Experten führen den jüngsten Preisanstieg auf den geschwächten Dollar, rückläufige Rohölvorräte in den USA und Produktionsausfälle in Nigeria zurück.

In Nigeria haben in den vergangenen Tagen mehrere Anschläge auf Ölpipelines für Unruhe gesorgt. "Die Lage in Nigeria verschlechtert sich zusehends", so Rohstoffexperten der Commerzbank.

Bericht über Öl-Lagerdaten dürfte Preise antreiben - Der Dollar fiel wegen der Aussicht auf eine weiter in die Ferne rückende US-Zinserhöhung. Sinkt die US-Währung, dann macht das meist in Dollar gehandelte Öl für viele Anleger billiger und stärkt dadurch die Nachfrage.

Auch rückläufige US-Ölreserven könnten die Preise weiter antreiben. Experten rechnen bei den am Mittwoch vorgestellten wöchentlichen Lagerdaten mit einem Minus von 3,5 Millionen Barrel. Das wäre der dritte Rückgang in Folge.

In Frankreich bereiten sich indes drei zum Total-Konzern gehörende Raffinerien auf die Wiederaufnahme des durch landesweite Streiks lahmgelegten Betriebes vor. "Dies dürfte zu einer höheren Nachfrage nach Rohöl führen", kommentierte die Commerzbank. Zeitweise war wegen der Ausstände in Frankreich Benzin knapp geworden. Die Streiks richten sich gegen die von Präsident François Hollande geplanten Arbeitsmarktreformen.

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