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Opec: Öl-Lagerbestände steigen weiter an

Baku, 15. März, AZERTAC

Die Öl-Lagerbestände steigen der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) zufolge weiter an, trotz der Einigung der Förderstaaten auf eine Obergrenze. Die Bestände lagen im Januar in den Industriestaaten um 278 Millionen Barrel (je 159 Liter) über dem Fünfjahresschnitt, wie die Opec mitteilte. Die Förderdrosselung habe aber zweifelsohne die Preise gestützt, hieß es in dem Monatsbericht.

Die Mitgliedstaaten des Ölkartells hatten sich jüngst auf die erste Fördergrenze seit acht Jahren geeinigt. Dem Bericht zufolge halten sich die Länder zunehmend an ihre Zusagen, so beteiligen sich auch Russland und zehn weitere Förderländer, die nicht der Opec angehören, an den Kürzungen.

Das wichtige Opec-Land Saudi-Arabien hat seine Fördermenge allerdings wieder spürbar erhöht. Im Februar weitete das Königreich die Förderung um durchschnittlich 263.300 Barrel pro Tag aus. Ursprünglich hatte das Ölland am Persischen Golf die Produktion stärker als vereinbart gedrosselt und damit Defizite anderer Ölnationen bei der Kürzung ausgeglichen.

Zugleich erhöhte die Opec ihre Prognose für die Förderung in den Ländern, die nicht Teil der Opec sind. Vor allem in den USA werde verstärkt Schieferöl gefördert. Die Branche hatte wegen der jüngsten Preisanstiege wieder einen Aufschwung verzeichnet.

Die Ölpreise reagierten mit weiteren Verlusten auf die Daten, nachdem sie am Vormittag noch gestiegen waren: Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 59 Cent auf 50,71 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im April sank um 68 Cent auf 47,67 Dollar. Damit sind die Preise seit Anfang vergangener Woche um fast zehn Prozent gefallen.

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