WIRTSCHAFT


Oracle soll Schadensersatz an Hewlett-Packard Enterprise zahlen

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Baku, 1. Juli, AZERTAC 

Jahrelange dauerte der Chip-Streit an. Jetzt haben Geschworene in Kalifornien entschieden. Oracle soll drei Milliarden Dollar an HP Enterprise zahlen.

Der US-Softwarekonzern Oracle soll dem IT-Unternehmen Hewlett-Packard Enterprise drei Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen. Zu diesem Urteil kamen die Geschworenen in einem Prozess in Kalifornien, wie Oracle mitteilte. Das Unternehmen will in Berufung gehen.

Auslöser für das Verfahren war die Entscheidung von Oracle, im Jahr 2011 die Entwicklung von Software für den Server-Prozessor Itanium einzustellen. Hewlett-Packard argumentierte, das sei eine Vertragsverletzung gewesen, mit der die Erfolgsaussichten der Itanium-Server verschlechtert worden seien - und brachte den Schritt auch mit dem Kauf des Server-Anbieters Sun Microsystems durch Oracle in Verbindung.

Oracle wies die Vorwürfe zurück. Der gemeinsam mit Intel entwickelte Itanium-Prozessor sei zu diesem Zeitpunkt bereits wenig beliebt gewesen. Nach einer Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2012 hatte Oracle bereits die Entwicklung von Software für Itanium wieder aufgenommen. Oracle produziert unter anderem Datenbank-Software, die von vielen großen Unternehmen eingesetzt wird.

Bei der Aufspaltung von Hewlett-Packard im vergangenen Jahr war der Streit mit Oracle vom neuen Unternehmen Hewlett-Packard Enterprise übernommen worden, das sich unter anderem auf Server und andere Technik für Rechenzentren spezialisiert.

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