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Pakistan: Über 100 Extremisten nach Anschlag getötet

Islamabad, 17. Februar, AZERTAC

Als Reaktion auf den blutigen Anschlag auf einen Schrein in Pakistan sind nach Behördenangaben mehr als 100 Extremisten getötet worden. Die Sicherheitskräfte hätten "mehr als hundert Terroristen" getötet, teilte die Armee am Freitag mit. Weitere seien festgenommen worden. Pakistans Regierungschef Nawaz Sharif erklärte, die Aufständischen würden "mit aller Kraft des Staates" bekämpft.

Nach pakistanischen Armeeangaben laufen im ganzen Land mehrere Einsätze. Bereits in der Nacht auf Freitag hatte es nach Angaben eines Regierungsvertreters Razzien in mehreren Städten gegeben. Regierungschef Sharif und Generalstabschef Qamar Javed Bajwa besuchten am Freitag die Stadt Sehwan in der südlichen Provinz Sindh, wo der Anschlag verübt worden war.

Ein Militärsprecher gab an, dass die - lange und durchlässige - Grenze zu Afghanistan "geschlossen" worden sei, da die Behörden dort Extremisten vermuteten. Die afghanische Regierung sei aufgefordert worden zu handeln und "76 Terroristen, die sich in Afghanistan verstecken", auszuliefern.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Donnerstag in dem jahrhundertealten Sufi-Schrein inmitten Hunderter Gläubiger in die Luft gesprengt. Dabei wurden jüngsten Angaben aus Krankenhäusern zufolge mindestens 88 Menschen getötet, darunter mindestens 20 Kinder. Rund 300 Menschen wurden verletzt.

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