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Palästinenser starten diplomatische Initiative gegen Israel

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Baku, den 1. April (AZERTAG). Die Friedensgespräche stehen vor dem Scheitern: Palästinenserpräsident Abbas lehnt Israels Kompromissvorschlag ab. Nun will er die Aufnahme in 15 UN-Gremien erreichen. Die Palästinenser wollen bei den Vereinten Nationen dafür werben, als eigener Staat anerkannt zu werden. Er habe bereits Dokumente zum Beitritt der Palästinenser zu 15 UN-Organiationen oder internationalen Verträgen unterzeichnet, sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah.

Würden die Palästinenser von den Vereinten Nationen anerkannt werden, könnten sie 63 weiteren internationalen Organisationen beitreten, sagte Abbas. Er sei weiterhin zu Friedensgesprächen bereit.

Allerdings lehnte Abbas einen Kompromissvorschlag ab, der die Friedensgespräche zwischen den Palästinenser und Israelis bis 2015 verlängern sollte. Als Teil des Kompromisses sollte der vor 30 Jahren in den USA festgenommene israelische Spion Jonathan Pollard freigelassen werden. Im Gegenzug sollte Israel 400 Palästinenser aus der Haft entlassen. Es sei in dem Kompromiss nicht verlangt worden, dass Israel den Siedlungsbau stoppe, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Die israelische Regierung reagierte zunächst nicht. Für die Ende Juli vergangenen Jahres begonnenen und auf neun Monate angelegten Friedensgespräche hatten sich die Palästinenser verpflichtet, keine diplomatischen Initiativen gegen Israel zu ergreifen.

Im Gegenzug hatte Israel die Freilassung von 104 palästinensischen Häftlingen zugesagt. Die letzte Gruppe von 26 Palästinenser war aber von Israel nicht wie vereinbart Ende März freigekommen.

 

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