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Pentagon forscht an einem unsichtbaren Panzertyp

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Baku, den 27. August (AZERTAG). Das Pentagon an einem neuen Panzertyp. Die Modelle sollen nicht nur kleiner, leichter und schneller werden – sondern auch nahezu unsichtbar. Eine ausgeklügelte Tarnung verbirgt sie vor Infrarotkameras und elektromagnetischer Strahlung.

Das US-Verteidigungsministerium will nicht weniger als den Superpanzer der Zukunft. Darpa, die Forschungsbehörde des Ministeriums, will „revolutionäre Technologien entwickeln, die zukünftige Panzer mobiler, effektiver und bezahlbarer machen“

Die Idee: Weg vom Konzept „größer, schwerer, besser“. Rüstungsfirmen entwickeln seit Jahrzehnten immer stärker gepanzerte Militärfahrzeuge. Gleichzeitig stehen immer raffiniertre Waffen zur Verfügung, um sie zu zerstören. „Allerdings haben sich die Waffen schneller entwickelt als die Panzerung“, so Darpa auf ihrer Internetseite.

Um trotzdem das Leben der Insassen zu schützen, werden die Panzer unbeweglicher und teurer. Das will Darpa mit einem neuen Konzept ändern: „Das US-Militär ist jetzt an einem Punkt, an dem neue, innovative Lösungen nötig sind.“ Das Zauberwort heißt „Ground X-Vehicle Technology“: Das Programm soll mobilere Fahrzeuge bringen, ohne Abstriche bei der Sicherheit.

Die neuen Modelle werden bis zu 50 Prozent kleiner und leichter sein als die bisherigen, schreibt die Behörde. Auch die Besatzung soll sich halbieren, Assistenzsysteme wie in Flugzeugcockpits die Bedienung erleichtern.

Dadurch werden die Panzer doppelt so schnell wie ihre Vorgänger. Sie können nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern auch seitwärts fahren können. Auch steilste Abhänge sind für die agilen Wunderwaffen kein Problem mehr.

Den größten Vorteil erhoffen sich die USA mit neu ausgetüftelter Tarnung. Die Panzer sollen nicht nur mit den Augen schwer zu entdecken sein und viel leiser werden. Von Infrarot- und Elektrostrahlen kaum auszumachen, können sie sich mit der neuen Technik nahezu unsichtbar bewegen.

„Wir haben nicht das Ziel, nur ein bestimmtes Modell zu verbessern oder auszutauschen“, sagt Programmleiter Kevin Massey. Vielmehr solle sich die Vorstellung von Panzerherstellung grundlegend ändern.

Auf einem Treffen in Virginia Anfang September will Massey die Pläne Vertretern aus Industrie und Wissenschaft erläutern. Die Behörde hofft auf interessierte Tüftler und Geldgeber, die sich anschließen wollen.

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