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Pest grassiert auf Madagaskar

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Baku, 22. November, AZERTAG 

Auf Madagaskar sind nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO 40 Menschen an der Pest gestorben. Die Krankheit ist in mehreren Regionen ausgebrochen, unter anderem auch in der Hauptstadt Antananarivo. Von August bis Mitte November seien von den Gesundheitsbehörden auf der Insel vor der Ostküste Afrikas bereits 119 infizierte Menschen registriert worden, von diesen seien 40 gestorben, heißt es in einer von der WHO veröffentlichten Mitteilung.

Der Ausbruch der Pest sei in mehreren Regionen festgestellt worden, unter anderem in der Hauptstadt Antananarivo, wo zwei Infizierte registriert wurden. Die Regierung und die WHO seien gemeinsam bemüht, eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit, die durch Flöhe auf Nagetiere übertragen wird, einzudämmen.

Die meisten bislang Infizierten litten den Angaben zufolge an der Beulenpest, die sich mit Antibiotika bekämpfen lasse. Nur in zwei Prozent der Fälle hätte sich eine Lungenpest entwickelt. Diese ist hochgradig ansteckend.

Weil das Gesundheitssystem in dem Inselstaat Madagaskar schlecht entwickelt und die Hauptstadt zudem dicht besiedelt sei, bestehe das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit. Derzeit empfiehlt die WHO jedoch keine Reise- oder Handelsbeschränkungen. Nach Angaben der Organisation wurde bereits ein internationaler Hilfseinsatz gestartet.

Die Pest wird vor allem durch Flöhe übertragen. Beißen infizierte Tiere einen Menschen, entwickelt sich meist die Beulenpest. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann er auch die Lunge befallen. Der WHO zufolge stirbt der Patient dann in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit über Körperflüssigkeiten.

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