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Philippinischer Präsident wettert gegen Drogendealer

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Baku, 2. August, AZERTAC

Seit dem Amtsantritt des offen für die Ermordung von Drogendealern eintretenden Präsidenten Rodrigo Duterte vor acht Wochen sind auf den Philippinen 465 mutmaßliche Rauschgifthändler umgebracht worden. Das berichten mehrere Medien. Nach Polizeiangaben waren es zwischen Januar und Juni hingegen lediglich 68.

Duterte hatte im Wahlkampf einen kompromisslosen Kampf gegen die Kriminalität angekündigt und war daraufhin mit großer Mehrheit gewählt worden. Menschenrechtler warfen ihm vor, in seiner Heimatstadt Davao als Bürgermeister Todesschwadronen geduldet zu haben, die nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warf der Regierung vor, mit Killern unter einer Decke zu stecken.

Bereits kurz nach seiner Amtseinführung hatte Duterte nicht nur seine harte Linie bekräftigt, sondern auch die Bevölkerung dazu aufgerufen, Drogenabhängige eigenhändig umzubringen. Wer einen Junkie kenne, solle losgehen und ihn töten, sagte er laut dem britischen "Guardian".

Duterte wetterte demnach auch gegen Drogendealer: "Diese Hurensöhne zerstören unsere Kinder. Ich warne euch, schließt euch denen nicht an, auch nicht wenn ihr Polizisten seid, denn ich werde euch töten." Der Präsident hatte zuletzt mehreren Polizisten vorgeworfen, in Drogenhandel involviert zu sein.

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