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Plastikpartikel sind eine erhebliche Gefahr für die Tiere

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Baku, den 6. März (AZERTAG). Wiener Forscher gehen davon aus, dass die Plastikpartikel eine erhebliche Gefahr für die Tiere darstellen.

Wie aus Presseberichten hervorgeht, schwimmt in der Donau einer Studie zufolge viel mehr Müll als bisher angenommen. Die Plastikpartikel sind eine erhebliche Gefahr für die Tiere. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Wien im Magazin Environmental Pollution (Lechner et. al, 2014): Demnach treiben an einigen Stellen des Flusses mehr Plastikteile als Fischlarven. Ihren Schätzungen zufolge finden sich in 1.000 Kubikmeter Donauwasser im Schnitt 317 Plastikpartikel – und nur 275 Fischlarven.

Eigentlich wollten die Wiener Forscher die Verbreitung von Fischlarven prüfen. Sie haben die Uferbereiche der Donau in den Jahren 2010 und 2012 mit Hilfe von Netzen untersucht. Der Grad der Verschmutzung könne auch auf andere Gewässer umgelegt werden. Die Vermutung liegt natürlich sehr nahe, dass es sich dabei um ein globales Problem handelt.

Etwa 80 Prozent des Mülls sind laut der Studie industrielles Rohmaterial – kleine Pellets, Kügelchen und Flocken aus buntem Kunststoff. Der Rest sei vermutlich auf kommunalen Abfall zurückzuführen. Die Plastikpartikel sind laut Studie maximal 10 Millimeter groß. Fischlarven kommen auf eine Größe von 5 bis 15 Millimeter.

Die Gefahr für Fische besteht darin, dass sie kleine Plastikteilchen mit Nahrung wie Insektenlarven oder Fischeiern verwechseln. Das kann bei den Tieren zu vorgetäuschtem Sättigungsgefühl, inneren Verletzungen und letztlich auch zum Tod führen.

Nach einer Hochrechnung spült die Donau täglich rund 4,2 Tonnen Plastikmüll in das Schwarze Meer. Weltweit werden jährlich mehr als 200 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Davon landen verschiedenen Schätzungen zufolge 6 bis 26 Millionen Tonnen im Meer. Der weitaus meiste Plastikmüll, nämlich 70 Prozent, sinkt demnach auf den Meeresboden.

 

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