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Provinz Mardin: Tote bei Attentat auf türkische Polizeistation

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Baku, 8. Juni, AZERTAC

Schon wieder Terror in der Türkei: Einen Tag nach dem Anschlag in Istanbul wurden bei einem Attentat auf eine Polizeistation in der Provinz Mardin mindestens zwei Menschen getötet.

Bei einem Autobombenanschlag in der türkischen Stadt Midyat nahe der Grenze zu Syrien sind am Mittwoch mindestens zwei Polizisten getötet und viele weitere Menschen verletzt worden. Wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete, detonierte die Bombe vor der Polizeizentrale in dem Ort in der Provinz Mardin.

Auf Fernsehbildern aus Midyat war zu sehen, dass die Wucht der Detonation die Fassade eines fünfstöckigen Gebäudes zerstörte. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, auch andere Gebäude in der Umgebung seien beschädigt worden. Rauch stieg auf. Ein Reporter der Nachrichtenagentur DHA berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, vermutlich habe ein Selbstmordattentäter den zur Bombe umgebauten Wagen gesteuert.

Anadolu machte die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Anschlag verantwortlich. Erst am Dienstag hatte die Explosion einer ferngezündeten Autobombe in Istanbul einen Bus mit Bereitschaftspolizisten zerrissen. Sieben Polizisten und vier Zivilisten wurden getötet, 36 weitere Menschen verletzt. Vier Verdächtige wurden später festgenommen. Staatschef Recep Tayyip Erdogan machte die PKK für das Attentat verantwortlich.

In Nusaybin, rund 40 Kilometer südlich von Midyat, hatte die Armee erst vor wenigen Tagen eine groß angelegte Operation gegen die PKK für beendet erklärt. Nach Angaben der Streitkräfte wurden dabei seit Mitte März fast 500 PKK-Kämpfer getötet. Auch zahlreiche Angehörige der Sicherheitskräfte kamen ums Leben.

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