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Radioaktiver Fisch nahe AKW-Ruine gefangen

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Baku, den 12. Juli (AZERTAG). Das Verkaufsverbot für Fische aus dem Umkreis von Fukushima erweist sich als berechtigt. Unweit des explodierten Atomreaktors haben Fischer einen kontaminierten Barsch entdeckt.

Gut zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima haben japanische Fischer unweit der Anlage einen radioaktiv kontaminierten Barsch gefangen. Wie die örtlichen Behörden am Freitag mitteilten, wies das nahe der Stadt Hitachi in der Präfektur Ibaraki gefangene Tier einen Cäsium-Anteil von mehr als 1000 Becquerel pro Kilogramm auf. Es überschritt die für Lebensmittel zulässige Höchstgrenze damit um das Zehnfache.

Der Fundort liegt nur wenige Dutzend Kilometer von Fukushima entfernt. Das Tier wurde bereits am 4. Juli gefangen. Eine derart hohe Belastung mit dem hochradioaktiven Element war bei einem Fisch dieser Art bislang noch nicht gemessen worden. Barsche aus der betroffenen Region dürfen aber ohnehin nicht auf dem Markt gehandelt werden.

Im März 2011 waren mehr als 18.000 Menschen ums Leben gekommen, als ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami die Gegend um die Atomanlage Fukushima verwüsteten. Die Naturkatastrophe führte in einigen Reaktoren der Anlage zur Kernschmelze, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück im ukrainischen Tschernobyl 1986.

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