WIRTSCHAFT


Rasantes Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft

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Baku, den 18. Oktober (AZERTAG). Sechs Milliarden Dollar in nur einem Jahr. Dank explodierender Immobilienpreise hat Wang Jianlin sein Vermögen nahezu verdoppelt - der Bauunternehmer ist laut „Forbes“ jetzt der reichste Mann Chinas.

Das rasante Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft lässt nach - doch die Reichen der Volksrepublik häufen trotzdem immer mehr Vermögen an. Ihnen vorweg geht Wang Jianlin. Der Chef des Immobilien- und Bauunternehmen Dalian Wanda Group konnte sein privates Vermögen im vergangenen Jahr nahezu verdoppeln, berichtet das US-Magazin „Forbes“. Er verfügt demnach über mehr als 14 Milliarden Dollar und gilt als reichster Mann Chinas.

Zu verdanken habe er den Zugewinn von rund sechs Milliarden Dollar binnen eines Jahres zum einen den explodierenden Immobilienpreisen, berichtet das Magazin. Zum anderen habe Wang auch durch seinen Einstieg beim US-Unterhaltungskonzern AMC Entertainment ein deutliches Plus gemacht. Wang überholte so Zhang Qinghou, den Chef des Getränkemultis Wahaha. Mit einem geschätzten Vermögen von 11,2 Milliarden Dollar rutschte Zhang auf den zweiten Platz ab.

Nummer drei auf der „Forbes“-Liste ist Robin Li, Gründer des Internetkonzerns Baidu. Unter den reichsten zehn Chinesen sind zwei weitere Internetmilliardäre: Ma Huateng, Besitzer des Messenger-Dienstes WeChat, und Jack Ma, Chef des Internet-Kaufhauses Alibaba. Der Chef des Energiekonzerns Hanergy, Li Hejun, kletterte auf den vierten Platz der Reichenliste.

Insgesamt hat jeder der 400 Superreichen der Volksrepublik im Schnitt 400 Millionen Dollar, also rund 296 Millionen Euro, mehr als im Jahr zuvor. Auch das Aktienvermögen der 100 reichsten Chinesen wuchs laut „Forbes“ um 44 Prozent. Mittlerweile gebe es bereits 168 Dollarmilliardäre im Land - ein neuer Rekord.

Die Kluft zu den Millionen Chinesen, die noch immer in Armut leben, nimmt damit weiter zu. Das Wirtschaftswachstum hatte zuletzt noch bei 7,5 Prozent gelegen - in den vergangenen Jahren lag es noch im zweistelligen Bereich. In einigen Branchen - Internet, Unterhaltung oder Immobilien - blieb die Entwicklung aber robust. Der Automarkt legte im vergangenen September sogar um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

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