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Raumfahrtschrott kracht auf chinesisches Dorf

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Baku, den 3. Dezember (AZERTAG). Schrott ragt aus einem Haus, Entschädigungen wurden bereits gezahlt. Nach dem Start einer chinesischen Rakete fielen Teile zurück auf die Erde. Ein Dorf wurde getroffen, berichtet die örtliche Zeitung.

Kurz nach dem Start einer Chang'e-3-Rakete hat Raumfahrtschrott im Zentrum Chinas offenbar zwei Gebäude zerstört. Wie die örtliche Tageszeitung „Xiaoxiang Morning Post“ am Dienstag berichtete, krachten die Teile etwa 1000 Kilometer vom Raumfahrtzentrum Xichang im Südwesten des Landes entfernt in ein Dorf.

Auf Fotos war zu sehen, dass ein Wohnhaus und eine Scheune getroffen wurden. Aus dem Dach des Hauses ragte ein Teil, das aussah wie die Spitze einer Rakete.

Nach Angaben von Einwohnern, die von der Zeitung befragt wurden, gab es keine Verletzten. In dem Bericht war davon die Rede, dass zwei betroffene Einwohner mit umgerechnet gut 1300 Euro beziehungsweise etwa 750 Euro entschädigt worden seien. In der Provinz Hunan, wo der Raumfahrtschrott niederging, war es in der Vergangenheit bereits häufiger zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

China hatte in der Nacht zum Montag sein erstes Landegerät, den Rover „Yutu“ („Jade-Kaninchen“), zum Mond geschickt. Er soll Mitte Dezember auf dem Erdtrabanten landen. China wäre damit die dritte Nation nach den USA und der früheren Sowjetunion, die eine Mondlandung vollbringt. Der Rover ist der nächste Schritt im ehrgeizigen chinesischen Weltraumprogramm, das bis zum Jahr 2020 den Aufbau einer ständig bemannten Raumstation vorsieht.

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