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Rebellen und Regierungsarmee liefern sich Gefechte in Kinshasa

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Baku, den 30. Dezember (AZERTAG). Die Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo erreicht die Hauptstadt. Rebellen stürmten den staatlichen TV-Sender und nahmen Geiseln. Bei der Befreiungsaktion sollen 40 Aufständische getötet worden sein.

Gleich drei Anschläge haben die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo am Montagmorgen erschüttert. 70 schwer bewaffnete Männer stürmten den staatlichen Fernsehsender (KTNC), den internationalen Flughafen und eine Militärbasis in der Nähe des Verteidigungsministerium in Kinshasa. Nach einem Feuergefecht mit der Polizei nahmen die Rebellen mehrere Mitarbeiter des TV-Senders als Geiseln.

„Sie schießen in alle Richtungen. Wir können uns nur verstecken“, erzählte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Reuters. In einer Videomitteilung forderten die Rebellen den Rücktritt des Präsidenten Joseph Kabila. Ihr spiritueller Anführer Paul Joseph Mukungubila sollte das Präsidentenamt übernehmen, so die Rebellen in ihrer Botschaft.

Erst als Soldaten der kongolesischen Armee den Stützpunkt Mukungubilas in Lubumbashi im Osten des Kongo stürmten, wurden die Geiseln freigelassen. „Wir haben die Situation jetzt wieder unter Kontrolle“, sagte der Regierungssprecher Lambert Mende. 40 Rebellen seien im Zuge der Befreiung der Geiseln getötet worden.

Seit mehr als 20 Jahren kämpfen Rebellen und Uno-Soldaten um die Macht. Etwa dreißig verschiedene Rebellengruppen sind in der Region Ostkongo, Ruanda und Uganda aktiv. Seit Jahren versuchen Soldaten der kongolesischen Armee und Blauhelme der Vereinten Nationen, die Region zu stabilisieren. Obwohl Monusco mit 21.000 Mitarbeitern die größte und teuerste Uno-Mission der Welt ist, blieben Erfolge lange aus.

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