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Regelmäßiger Sport senkt das Risiko für chronische Lungenerkrankung

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Baku, den 2. August (AZERTAG). Wer mehrfach in der Woche Sport treibt, kann sein Risiko für die chronische Lungenerkrankung COPD senken. Fünfmal in der Woche sollte man sich jeweils eine halbe bis eine Stunde leicht belasten, oder aber dreimal in der Woche für 20 bis 60 Minuten intensiv trainieren. Und zwar am besten in jeder Woche.

Regelmäßiger Sport beugt vor, das geht aus einer Empfehlung des American College of Sports

Medicine hervor, auf die die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) hinweisen. Daneben sei es ratsam, nicht zu rauchen und auf seinen Taillenumfang zu achten.

Körperliche Aktivität könne unter anderem Entzündungsprozesse verringern, die bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle spielen, erläutert der Verband der Lungenärzte. Der Verband verweist auf eine aktuelle Studie von Forschern der Universität Regensburg, wonach übermäßig viel Bauchfettgewebe ein Risikofaktor ist, an COPD zu erkranken.

Untersucht wurden Daten von rund 113.300 US-Amerikanern zwischen 50 und 70 Jahren. Innerhalb von zehn Jahren erkrankten 3650 von ihnen chronisch an der Lunge. Die Betroffenen hatten entweder starkes Übergewicht – oder aber Untergewicht. „Bei näherer Betrachtung zeichnet sich ab, dass insbesondere eine Fettanhäufung im Bauchraum das Risiko erheblich steigert – und zwar um bis zu 72 Prozent“, sagt Thomas Voshaar, Vorsitzender des Vereins und Chefarzt im Krankenhaus Bethanien Moers.

Vor allem Männer mit einem Taillenumfang von mehr als 118 Zentimetern und Frauen mit mehr als 110 Zentimetern wurden krank. Fachleute vermuten, dass im Bauchfettgewebe, nicht aber im Fettgewebe an den Hüften, Entzündungsstoffe entstehen, die COPD befördern. Allerdings gibt es auch ein Risiko für Untergewichtige: Sie seien anfälliger für COPD als Normalgewichtige, weil ihnen Muskelmasse fehle und ihr Körper zu wenig Nährstoffe bekomme.

COPD ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung der Krankheit: Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Bei „obstruktiven“ Lungenerkrankungen sind die Atemwege verengt, das Ausströmen der Luft wird dadurch erschwert. Vor allem Raucher erkranken an dem Syndrom.

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