KULTUR


Reise durch Aserbaidschan: Altes Lahidsch VIDEO

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Baku, 14. August, AZERTAC

Lahidsch ist eine Siedlung städtischen Typs im Bezirk Ismayilli in Aserbaidschan. Sie liegt auf einer Höhe von 1400 Metern in einer Talebene zwischen den hohen Bergen des Großen Kaukasus. Lahidsch, das in sich die Elemente der Kultur der mittelalterlichen Stadt noch bis heute verkörpert, liegt in Entfernung von 36 km vom Zentrum der Ismayilli Region.

Lahdsch gilt als eine der von Touristen stark besuchten Regionen des Landes. Die malerische Natur, schöne Landschaften, grüne Wälder, hohe Berge, alte Ansichten sowie einzigartige historische Denkmäler und Gebäude, Kunsthandwerke von kleinem, altertümlichen Ort sind einfach faszinierend.

Der Marktplatz gilt als Haupttor von Lahidsch. Die Gäste werden hier empfangen. Eine der Besonderheiten von Lahidsch ist es, dass man mit PKW in die Stadt nicht fahren darf. Hier ist erlaubt, entweder mit Pferd fahren, oder zu Fuß gehen. Die Autos werden auf dem Marktplatz abgestellt.

Als Reiseführer betreut uns in Lahidsch Direktor des Museums, Maarif Aliyev. In den Sommermonaten kommen täglich Hunderte von Touristen in Lahidsch an, sagt er.

Eine weitere Besonderheit von Lahidsch ist es, dass die hier errichteten Denkmäler und erbauten Bauten eng mit Ziffer 7 verbunden sind. Das heißt, dass es hier geschichtlich, also in früheren Zeiten 7 Moscheen, sieben Brunnen und 7 Siedlungen gaben. Auch Lahidsch selbst ist wie als eine Handfläche von sieben Bergketten namens Niyal umgeben.

In der Siedlung Lahidsch leben im Wesentlichen Таten. Diese Nationalminderheit hat ihre eigene Sprache. Obwohl die hiesige Bevölkerung nach ihrer ethnischen Herkunft Taten sind, nennt sie sich Lahidschen.

Lahidsch ist bekannt auch für ihre traditionellen Kupferschmieden. Es gibt viele alte Pflastersteingassen und zahlreiche Kupferschmiede- und andere Werkstätten in der Siedlung.

In den XVIII. und XIX. Jahrhunderten war die Stadt eines der wichtigsten Zentren für die Fertigung von Kupfergeschirren und Waffen. Die Erzeugnisse waren mit Geschmack und komplizierten Ornamenten verziert. In der Mitte des XIX. Jahrhunderts gab es in Lahidsch mehr als 200 Kupferschmiede und Werkstätten. Darüber hinaus gab es hier 127 verschiedene Berufsarten.

Verdienter Lehrer Hikmat Haggverdili sagt, dass Absolventen der Schule bekannte Wissenschaftler, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind.

Seit 1980 wurde Lahidsch zu einem Museums- Schutzgebiet erklärt. Alte Burgen und Gebäude, Moscheen, Eigentumswohnungen sind in Lahidsch bis zum heutigen Tag sehr gut erhalten und behutsam und vorsichtig gepflegt.

Ortsbewohner sind mit Kupferschmied, Schmiede-, Schmuck und Teppichkunst und anderen Berufen beschäftigt. In allen Jahreszeiten kommen hier Gäste. Die Touristen kommen nach Lahidsch nicht aus allen Regionen des Landes, sondern auch aus dem Iran, Russland, Japan, Italien und Spanien an.

Auch die Folklore von Lahidsch nimmt einen besonderen Platz im kulturellen Leben des Landes ein. Die Trachtengruppe aus Lahidsch nahm bisher an vielen Festspielen teil.

Diese mittelalterliche Stadt mit ihren prächtigen Straßen und Plätzen war im Kaukasus und in einer Reihe von Ländern für ihre traditionellen Handwerke gut bekannt. Man sagt, dass der legendäre russische Hut „Manomach“, der seit Jahrhunderten von russischen Zaren getragen wurde, auch hier in Lahidsch gefertigt worden war.

Die seit vielen Jahren von lokalen Handwerkern gefertigten Geschirre und Waffen waren im Kaukasus und Nahen Osten gerne gekauft. In zehnten Kupferschmieden und Werkstätten werden die Traditionen dieses Berufs in Lahidsch auch heute fortgesetzt. Vor den Augen von Touristen werden von Handwerkern verschiedene Gegenstände gefertigt, die noch heute im Alltag zur Anwendung kommen.

Kablami Aliyev ist einer der berühmten Kupferschmieder von Lahidsch. Seit 40 Jahren bin ich mit diesem Beruf beschäftigt, sagt er. Dieser Beruf ist uns von unseren Voreltern überliefert und wir setzen diese Tradition noch heute fort. Wir lehren den Kupferschmied auch der kommenden Generation, sagt der erfahrene Handwerker.

Historischen Quellen zufolge ist der Grundstein des ersten Quartals von Lahidsch in III. und IV. Jahrhunderten gelegt. Interessant ist, dass seit mehr als 1500 Jahren in der Stadt ein Wasser- und Abwassersystem funktioniert! Maarif Aliyev sagt, dass in der Stadt ein unterirdischer Drei-Schichten-Sammler in einer Länge von 2 km und in einer Tiefe von 1 m gebaut wurde, von denen 2 zwei Trinkwasser und ein weiterer für Abwasser ausgelegt waren. Niemand von Ortsbewohnern weiß, wo die Kanalisation beginnt, wo sie endet. Jedoch hindert das einen jahrhundertelangen Betrieb von Sammler gar nicht.

In früheren Zeiten gab es keinen Weg zum Lahidsch. Statt kurviger Bergstraßen, nutzten die Ortsbewohner kleine Pfade. Jetzt kann man diese Strecke in wenigen Minuten bequem zurücklegen. Dies erleichtert den Strom von Touristen ins Dorf.

Hundert Mal hören ist nicht so gut wie einmal sehen. Wenn Sie über die alte Geschichte von Lahidsch mehr wissen, seine freundliche Menschen, schöne Handwerke kennen lernen wollen, dann besuchen unbedingt diese Region.

 

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