WIRTSCHAFT


Russland und Saudi-Arabien verlängern Abkommen über geringere Fördermengen

Baku, 15. Mai, AZERTAC

Saudi-Arabien und Russland stemmen sich gegen den Verfall des Ölpreises. Die beiden wichtigsten Förderländer haben sich darauf verständigt, die Ölförderbegrenzungen deutlich auszuweiten.

Beide Länder streben an, die ursprünglich auf sechs Monate bis Juni begrenzte Produktionskürzung bis Ende des ersten Quartals 2018 zu verlängern. Das machten der saudi-arabische Ölminister Khalid Al-Falih und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Peking deutlich.

Es sei notwendig geworden, die vereinbarte Kürzung der Fördermenge zu verlängern, sagte der saudi-arabische Ölminister. Der Ölpreis zog daraufhin leicht an, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent Chart zeigen lag damit wieder klar über 50 Dollar. Die Einigung zwischen Russland und Saudi-Arabien ist ein wichtiges Signal, bevor sich am 25. Mai Vertreter des Opec-Ölkartells und weiterer Förderländer treffen. Im Zentrum des Treffens stehen Maßnahmen zur weiteren Stabilisierung des Ölpreises.

Ende des vergangenen Jahres hatte sich Mitgliedstaaten des Opec-Ölkartells mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland auf eine Kürzung der Produktionsmengen geeinigt. Die Vereinbarung ist auf sechs Monate begrenzt und trat Anfang des Jahres in Kraft. Nach Schätzungen der Nachrichtenagentur Bloomberg wird die Kürzung weitgehend umgesetzt.

In den vergangenen Jahren ist der Einfluss der Opec allerdings gesunken. Während die Mitgliedstaaten der Organisation sowie Russland ihre Produktion gekürzt haben, legte die Fördermenge in den USA gleichzeitig zu. Laut jüngsten Daten der US-Regierung vom vergangenen Mittwoch hatte die landesweite Ölproduktion zuletzt den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht. Die immer höhere Fördermenge in den USA senkt den Ölpreis an den Weltmärkten tendenziell.

Nach den Aussagen der Ölminister von Saudi-Arabien und Russlands haben sich die Ölpreise vom jüngsten Rückschlag ein Stück weit erholt. Am Morgen stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 73 Cent oder 1,44 Prozent auf 51,56 Dollar.

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