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Samsung und Microsoft richten sich strategisch neu aus

Baku, 4. Juli, AZERTAC 

Die IT-Konzerne Samsung und Microsoft richten sich strategisch neu aus. Samsung will durch eine Milliardeninvestition seine Marktführerschaft bei Speicherchips vergrößern. Geplant sei, umgerechnet rund 16,4 Milliarden Euro in zwei südkoreanische Produktionsstandorte zu investieren, kündigte der Konzern am Dienstag an. Bis zum Jahr 2021 könnten so 440.000 Arbeitsplätze entstehen. Auch in China solle die Fertigung der Produktion erweitert werden. Einzelheiten wurden hier nicht genannt.

In der Branche wird in diesem Jahr mit Rekordgewinnen gerechnet. Das knappe Angebot und die zugleich hohe Nachfrage nach mehr Speicherkapazität in Smartphones und Servern haben die Preise für Speicherchips (NAND) nach oben getrieben.

Der Softwareriese Microsoft dürfte derweil weltweit Tausende von Stellen streichen. Das sei das Ergebnis einer umfassenden Umorganisation der Vertriebsabteilungen, berichteten die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und der Branchendienst TechCrunch. Microsoft wolle sich noch stärker auf das Geschäft mit der Datenspeicherung in der Cloud konzentrieren. Microsoft hatte erst vergangene Woche den Cloud-Dienst Cloudyn gekauft.

Ein Sprecher des Unternehmens wollte die Berichte weder bestätigen noch dementieren. Microsoft beschäftigte Ende 2016 rund 114.000 Menschen. In den vergangenen Jahren strich der Konzern bereits tausende Stellen, vor allem, weil nach dem Kauf von Nokia der Einstieg ins Geschäft mit Mobiltelefonen scheiterte - 2014 etwa fielen 18.000 Jobs weg. 2015 strich Microsoft rund 7800 Stellen, im vergangenen Jahr 4700.

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