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Saudi-Arabien investiert in den Mitfahrdienst Uber

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Baku, 2. Juni, AZERTAC

Nach Toyota investiert nun auch Saudi-Arabien in den Mitfahrdienst Uber. Der staatliche Investmentfonds PIF beteiligt sich mit 3,5 Milliarden Dollar am US-Unternehmen.

Saudi-Arabien steigt bei dem Fahrdienstvermittler Uber ein. Der staatliche Investmentfonds PIF habe 3,5 Milliarden Dollar in das Unternehmen investiert, heißt es in einer Uber-Mitteilung. Das sind umgerechnet etwa 3,1 Milliarden Euro.

Als Teil des Abkommens wird PIF-Manager Yasir Al Rumayyan einen Platz im Verwaltungsrat von Uber einnehmen. "Wir wissen das Vertrauen in unser Unternehmen beim Ausbau unserer globalen Präsenz zu schätzen", sagte Uber-Chef Travis Kalanick.

Der Mittlere Osten und Nordafrika zählen zu Ubers am schnellsten wachsenden Märkten. 19.000 Fahrer sind dort inzwischen laut Unternehmensangaben im Einsatz. In Saudi-Arabien ist Uber seit 2014 vertreten.

Der Einstieg Saudi-Arabiens ist Teil des langfristigen Plans "Vision 2030", mit dem sie sich unabhängiger von Einnahmen aus dem Ölgeschäft machen wollen. Vor kurzem hatten das Königreich dazu bereits eine Kooperation mit dem US-Industrieriesen General Electric vereinbart.

Uber steht bei Investoren schon länger hoch im Kurs. Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass der weltgrößte Autobauer Toyota als strategischer Partner einsteigt. Mit der jüngsten Finanzierungsrunde wird Uber nun eigenen Angaben zufolge mit 62,5 Milliarden Dollar bewertet.

Das umstrittene Unternehmen aus San Francisco ist die Nummer eins unter den Fahrdienst-Vermittlern. Mit der Uber-App können Privatpersonen zahlungswillige Mitfahrer finden, die Firma verlangt dafür einen Teil des vereinbarten Tarifs. Uber ist eigenen Angaben zufolge in 55 Ländern aktiv - wird aber in immer mehr Märkten gerichtlich ausgebremst.

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