WIRTSCHAFT


Saudi-Arabien ist das wichtigste Förderland des Ölkartells Opec

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Baku, 16. Februar, AZERTAC

Diese Einigung könnte die Ölpreise wieder steigen lassen: Russland, Saudi-Arabien und Venezuela wollen ihre Fördermenge auf Januar-Niveau einfrieren.

Die Ölminister von einigen der wichtigsten Förderländer haben sich auf eine Begrenzung der Ölförderung geeinigt. Die Produktion solle auf dem Niveau vom Januar eingefroren werden, sagte Katars Ölminister Mohammad bin Saleh al-Sada nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Russland, Saudi-Arabien und Venezuela.

"Wir glauben, dass dieser Schritt den Markt stabilisieren wird", sagte Sada. Die Vereinbarung sei jedoch davon abhängig, dass sich ihr andere Produzenten anschlössen.

Vor dem Treffen war der Ölpreis gestiegen, weil Spekulanten auf eine Reduzierung der Fördermenge gewettet hatten. Am Dienstag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 34,77 US-Dollar. Das waren 1,38 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,33 Dollar auf 30,77 Dollar.

Nach der Ankündigung in Katar gaben die Preise wieder nach, weil die Menge nicht reduziert sondern nur eingefroren werden soll.

Saudi-Arabien ist das wichtigste Förderland des Ölkartells Opec. Genau wie Nicht-Opec-Mitglied Russland hatte das Land bisher eine geringere Produktion abgelehnt, um keine Marktanteile zu verlieren. Russland hatte zuletzt so viel Öl gefördert wie seit 25 Jahren nicht.

Durch das große Angebot waren die Ölpreise seit Mitte 2014 um rund 70 Prozent eingebrochen. Darunter leiden alle großen Ölförderländer, aber auch westliche Ölkonzerne, die Rekordverluste in Milliardenhöhe machen. Die niedrigen Preise werden als Angriff auf das verhältnismäßig teure Fracking in den USA gesehen, das damit vom Markt verdrängt werden soll.

Der letzte große Versuch einer Kooperation zwischen Russland und der Opec war 2001 gescheitert. Damals hatten sich die Länder auf eine Kürzung geeinigt - die Russland jedoch nie umsetzte.

Nach dem Ende der Sanktionen drängt auch Iran wieder auf den Weltmarkt. Das Land hatte angekündigt, zügig eine Million Barrel pro Tag fördern zu wollen.

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