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Saudis verbieten Cadbury wegen Schweine-DNA

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Baku, den 2. Juni (AZERTAG). Die Behörden in Saudi-Arabien haben Schokoladen des britischen Herstellers Cadbury aus dem Handel genommen. Sie enthielten angeblich Spuren von Schwein – was in islamischen Ländern nicht erlaubt ist.

Die Behörden in Saudi-Arabien haben den Verkauf von Schokoriegeln der Marke Cadbury gestoppt, nachdem in Malaysia Spuren von Schwein in der Süßigkeit gefunden worden waren.

Die saudi-arabische Lebensmittelbehörde teilte mit, es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Proben der Sorten Vollmilch-Haselnuss und Vollmilch-gebrannte Mandel würden nun im Labor untersucht. Zudem prüften die Behörden, ob Cadbury-Riegel aus Malaysia nach Saudi-Arabien gelangt seien.

In Malaysia waren DNA-Spuren vom Schwein in den beiden Cadbury-Schokoladensorten entdeckt worden. Die in Saudi-Arabien verkauften Cadbury-Riegel wurden allerdings nicht in Malaysia hergestellt, sondern in Ägypten. Schweinefleisch und andere Produkte vom Schwein gelten im Islam als unrein und dürfen von den Gläubigen nicht verzehrt werden.

Malaysia gibt Entwarnung - Das Islam-Ministerium in Malaysia gab mittlerweile jedoch Entwarnung. Bei elf neuen Tests seien in den beiden umstrittenen Schokoladensorten keine Spuren von Schwein nachgewiesen worden, erklärte das Ministerium für islamische Entwicklung.

Nun erklärte das Ministerium, die ursprünglich getesteten Proben seien womöglich verunreinigt gewesen, weil sie nicht direkt aus der Fabrik stammten – im Gegensatz zu den elf jetzt untersuchten Proben.

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