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Schengen-Ende würde 110 Milliarden Euro kosten

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Wien, 4. Februar, AZERTAC

Die Kosten einer dauerhaften Wiedereinführung von Grenzkontrollen lägen für die Schengenländer längerfristig bei "mehr als 100 Milliarden Euro" pro Jahr, heißt es in einer gestern präsentierten Studie der französischen Denkfabrik "France Strategie".

Grenzkontrollen würden sich negativ auf Tourismus, Handel und Grenzgänger auswirken, betonten die Forscher des an die französische Regierung angebundenen Instituts. Allein für Frankreich würden die kurzfristigen wirtschaftlichen Kosten bei ein bis zwei Milliarden Euro pro Jahr liegen, weil Touristen ausblieben, grenzüberschreitende Arbeit behindert und der Handel zwischen den Staaten gebremst werde.

Die längerfristigen Folgen wären noch schwerwiegender: Permanente Grenzkontrollen kämen einer Steuer auf den Handel zwischen den Schengenländern in Höhe von drei Prozent gleich. Der Handel würde in der Folge um zwischen zehn bis 20 Prozent zurückgehen.

Elgun Niftaliyev, AZERTAC

Wien

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