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Schiffsunglück in Indonesien

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Baku, den 18. August (AZERTAG). Das Boot war unterwegs von Bali zur beliebten Insel Komodo. Insgesamt 20 Touristen und fünf Crew-Mitglieder waren an Bord, als das Schiff kenterte. Weitere Vermisste wurden Medienberichten zufolge gerettet, von zwei spanischen Touristen fehlt noch immer jede Spur. Die acht ausländischen Touristen und fünf Indonesier wurden nach Angaben der Rettungskräfte am Montagmorgen teilweise aus einem Rettungsboot geborgen und teilweise mit Schwimmwesten im Wasser treibend gefunden.

Bereits am Sonntagmorgen waren zehn Touristen an einem Strand entdeckt worden. Sie hatten sich nach dem Sinken des Schiffes schwimmend an Land gerettet. Damit werden noch zwei Menschen vermisst, wie die Behörden mitteilten - bei den beiden Vermissten soll es sich um Spanier handeln.

Die 13 nun geretteten Schiffbrüchigen blieben mit dem einzigen Rettungsboot beim sinkenden Wrack zurück. Ein Niederländer berichtete der Nachrichtenagentur AFP, wie sie rund 40 Stunden im Meer überlebten: Da das Rettungsboot nur Platz für sieben von ihnen bot, hätten sie sich mit Schwimmen und Ausruhen abgewechselt, sagte der Mann: „Anfangs war das gar nicht so einfach, doch dann klappte es immer besser.“

Nach seinen Angaben war das Ausflugsboot nach Beginn des Ausflugs bereits am Donnerstag auf ein Korallenriff aufgelaufen. Doch schien zunächst alles in Ordnung, bis in der Nacht zum Samstag ein Sturm aufkam und plötzlich Wasser ins Boot eindrang.

Ein Vertreter der Einwanderungsbehörde auf Sumbawa sagte, diese Gruppe sei wegen der langen Zeit im Wasser geschwächt, einige Überlebenden hätten kleinere Verletzungen wie Kratzer.

Die am Samstag gerettete Gruppe schwamm nach dem Untergang des Bootes zu der rund fünf Kilometer entfernten kleinen Insel Sangeang.

Das Meer ist rau, die Wellen sind hoch. Die Sonne ist erbarmungslos. Die Gruppe wird auseinandergerissen, doch schließlich schaffen es alle an Land.

Ein Mann aus Frankreich berichtete, wie sie nach sechs Stunden den einsamen Strand der Vulkaninsel erreichten, doch fast einen Tag lang warten mussten, bevor sie von einem vorbeifahrenden Schiff bemerkt und zur nächsten bewohnten Insel Sumbawa gebracht wurden. Bis dahin hätten sie ihren eigenen Urin getrunken und sich von Blättern ernährt.

Insgesamt waren 20 Urlauber sowie fünf Crewmitglieder und Touristenführer an Bord gewesen sein. Neben der indonesischen Besatzung und dem örtlichen Führer kamen die Passagiere aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Italien und Neuseeland.

Dem Katastrophenschutz zufolge sank das Schiff am Samstag (Ortszeit) vor der Vulkaninsel Sangeang in der Provinz West-Nusa Tenggara. Es war von der Ferieninsel Bali unterwegs zur Insel Komodo. Die Behörden gehen davon aus, dass das Schiff ein Leck hatte. Laut BBC teilte der Betreiber des Schiffes mit, es sei wahrscheinlich in einen Sturm geraten.

Komodo ist die Heimat der berühmten Komodowarane und ein beliebtes Urlaubsziel für Taucher. Die Inseln in der Region werden von Touristen aus der ganzen Welt besucht.

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