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Schlangen terrorisieren Tierwelt auf Gran Canaria

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Baku, den 12. Mai (AZERTAG). Schlangen-Invasion auf Gran Canaria: Tausende Kalifornische Kettennattern bedrohen die einheimische Tierwelt. Nun hat die spanische Urlauberinsel internationale Experten um Hilfe gebeten.

Nicht nur deutsche Rentner schätzen die Kanarischen Inseln als zweite Heimat. Ein weiterer Einwanderer hat sich auf Gran Canaria breitgemacht: die Kalifornische Kettennatter. Die Tiere fühlen sich auf der Insel so wohl, dass sie mittlerweile zur Bedrohung für die einheimische Tierwelt werden. Umweltschützer schlagen jetzt Alarm und haben internationale Experten um Hilfe gebeten.

Umweltschützer entdeckten die Kettennatter erstmals 1998 auf Gran Canaria. Die Schlangen sind die Nachkommen von als Haustieren gehaltenen Reptilien. Ihre Besitzer ließen sie frei, oder die Nattern konnten entwischen. Im milden, sonnigen Kanarenklima fanden die Schlangen ideale Lebensbedingungen. Da sie auf Gran Canaria keine natürlichen Feinde haben und ein reichhaltiges Nahrungsangebot vorfanden, breiteten sie sich rasch aus. Fachleuten nennen solche eingeschleppten Arten auch Bioinvasoren.

Kampf gegen die Kettennatter - Die Schlangen sind für Menschen ungefährlich, allerdings können Bioinvasoren einheimische Arten verdrängen und ganze Ökosysteme verändern. Die biologische Vielfalt der Kanaren sei bedroht, warnt daher der Umweltschützer Ramón Gallo. Besonders gern verspeist die Kettennatter die seltene Gran-Canaria-Rieseneidechse.

Die Kalifornische Kettennatter wird bis zu 1,80 Meter lang, auf Gran Canaria ist vor allem der Albino-Typ mit hellgelben Streifen und rosafarbenen Augen verbreitet. Seit 2007 wurden laut Gallo rund 2000 der Tiere von Rangern oder Einwohnern getötet - auch mit Hilfe von speziell abgerichtete Falken, Hunden oder mit Fallen. Internationale Experten sollen jetzt über weitere Mittel im Kampf gegen die exotischen Reptilien beraten.

 

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