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Schneesturm "Stella" in den USA: Mehr als 5300 Flüge gestrichen

Baku, 14. März, AZERTAC

Mit großer Wucht hat Wintersturm "Stella" den Nordosten der USA getroffen. Schnee und Schneeregen gingen über weiten Teilen der Region nieder, Schulen blieben geschlossen. In den Bundesstaaten New York, New Jersey, Pennsylvania und Virginia riefen die Behörden den Notstand aus.

In New York forderte Bürgermeister Bill de Blasio die Einwohner auf, möglichst ganz zu Hause zu bleiben. Der Gouverneur von Massachusetts, Charlie Baker, sagte: "Wenn dieses Ding ankommt, wird es uns hart treffen und in Windeseile eine Tonne Schnee abladen."

Bis Dienstag wurden wegen der Unwetter mehr als 6800 Flüge gestrichen. Betroffen sind vor allem die Flughäfen von New York, Boston, Baltimore, Washington und Philadelphia, wie der Flugdienst FlightAware mitteilte. Die Website registriert allerdings nicht die genauen Gründe für die Ausfälle. Das Fernbusunternehmen Greyhound strich im Nordosten der USA zahlreiche Verbindungen.

Der Nationale Wetterdienst hat eine 24-stündige Schneesturmwarnung ausgegeben, demnach könnten allein in New York bis zu 50 Zentimeter Schnee fallen. Neben schweren Schneefällen seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich, hieß es.

Betroffen sind demnach abgesehen von New York die Neuengland-Staaten sowie Teile von New Jersey, Pennsylvania, Ohio, West Virginia, Maryland und Delaware. Insgesamt sind etwa 50 Millionen Menschen von den Unwetterwarnungen betroffen.

Allein im Bundesstaat New York stellten die Behörden Hunderte Einsatzfahrzeuge sowie mehr als 400.000 Tonnen Streusalz bereit, um Straßen zu räumen und schnell wieder befahrbar zu machen. Der Schulunterricht wurde für Dienstag gestrichen - auch in vielen anderen Orten der Region.

Das Unwetter hat auch politische Auswirkungen, so schloss die Uno etwa ihr Hauptquartier in New York. Zuvor war wegen des Schneesturms bereits der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den USA verschoben worden. Eigentlich hätte sie am Dienstag in Washington Donald Trump erstmals treffen sollen. Laut Weißem Haus soll das Treffen mit dem US-Präsidenten nun am Freitag stattfinden.

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